braveheart gotterup aus maryland

Der US-Amerikaner Chris Gotterup schnappt Superstar Rory McIlroy bei den Genesis Scottish Open den Sieg weg.
Chris Gotterup feiert bei den Genesis Scottish Open im The Renaissance Club seinen zweiten Titel auf der PGA Tour.

Es sollte der nächste große Auftritt von Rory McIlroy werden – doch dann kam Chris Gotterup. Der 25-jährige Amerikaner aus Easton, Maryland, stahl dem nord­irischen Superstar bei den Genesis Scottish Open die Show und sicherte sich mit nervenstarkem Finale seinen zweiten PGA-Tour-Titel. 

sieg gegen vorbild

Gotterup, der im Vorjahr bei der Myrtle Beach Classic seinen Premierensieg auf der PGA Tour gefeiert hatte, blieb auch im Renaissance Golf Club cool wie ein schottischer Braveheart und ließ sich auch vom angriffslustigen Nord­iren nicht beeindrucken. Mit einer fehlerfreien Schlussrunde und abgeklärtem Spiel auf den letzten Löchern verteidigte er seinen Vorsprung souverän. Am Ende triumphierte Gotterup mit zwei Schlägen Vorsprung – und McIlroy musste sich trotz starker Aufholjagd knapp geschlagen geben. „Es fühlt sich surreal an, Rory bei so einem Event zu schlagen“, sagte Gotterup emotional. „Er war mein Vorbild – jetzt mit ihm im letzten Flight zu spielen und zu gewinnen, das ist unbeschreiblich.“

Der Sieg brachte Gotterup nicht nur Preisgeld und Pres­tige, sondern auch einen Startplatz bei The Open in Royal Portrush in der darauffolgende Woche.

straka in spiellaune

Stark präsentierte sich auch Sepp Straka: Der Österreicher spielte von Beginn an solide und arbeitete sich mit konstanten Runden unter Par kontinuierlich in die Spitzengruppe vor. Zwar konnte er am Finaltag nicht mehr ganz in den Titelkampf eingreifen, mit Platz sieben sicherte er sich dennoch ein weiteres Top-Ergebnis auf der PGA Tour. „Ich habe hier viel Gutes gezeigt und nehme jede Menge positives Gefühl mit nach Portrush“, bilanzierte Straka, der sich in Schottland einmal mehr als einer der konstantesten europäischen Spieler auf der US-Tour präsentierte.

Auch Matti Schmid überzeugte in Schottland mit einer couragierten Leistung. Der Deutsche startete mit einer glänzenden 65 in das Turnier. Zwar konnte er das hohe Niveau an den folgenden Tagen nicht ganz durchziehen, doch es reichte am Ende für den geteilten 17. Platz – und damit für das letzte der begehrten Tickets für The Open in Royal Portrush. Für Schmid ein wichtiger Meilenstein. „Es war mein Ziel, mich hier für The Open zu qualifizieren – umso schöner, dass es geklappt hat“, sagte der 27-Jährige erleichtert.

Medianachweis: © Getty Images/DP World Tour (2)

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