Champion Schott

„Gehöre wirklich dazu“

Es brauchte 74 Löcher, um den 73. deutschen Sieg auf der DP World Tour in trockene Tücher zu bringen. „ Ich hätte auch auf dem normalen Weg gewinnen können, das wäre ebenfalls in Ordnung gewesen“, lachte Freddy Schott nach 72 Loch und dem Dreier-Stechen um die Bapco Energies Bahrain Championship. „Aber es auf diese Weise zu tun, fühlt sich noch besonderer an. Was geht hier eigentlich gerade ab? Ach, ich bin einfach nur glücklich.“ Es ist der erste Titel des 24-Jährigen auf der DP World Tour, da hat man wenig Sinn für Zahlenspiele. Stattdessen dankte Schott lieber Caddie Takashi Ohagen: „Er hat mich abgelenkt und diese Woche sowieso einen unfassbaren Job gemacht. Wir haben über alles Mögliche geredet, nur nicht über Golf, und es war großartig. Ich könnte nicht glücklicher sein, mit ihm zusammenzuarbeiten.“

Der Erfolg im Royal Golf Club des Insel-Königreichs im Persischen Golf beschert dem Profi aus Düsseldorf ein Siegergeld von 392.282 Euro und den neunten Platz im Race to Dubai. Außerdem wird er seit gestern auf Platz 195 der Weltrangliste geführt (vorher 436.). Vor allem aber sichert ihm der Sieg die Tourkarte für die nächsten beiden Spielzeiten. Schon als sich Schott vergangenes Jahr bei der DP World India Championship mit einem geteilten 17. Platz für 2026 qualifizierte, stand für ihn fest: „Jetzt gehöre ich wirklich dazu. Ich bin angekommen.“ Diese Erkenntnis habe in den vergangenen Wochen und in Bahrain viel bei ihm bewirkt, so Schott.

Beim Play-off profitierte der einstige Schützling von Marcel Siem auch davon, dass der Schotte Calum Hill als letzter verbliebener Kontrahent auf dem zweiten Extra-Loch nach zwei erratischen Schlägen das Match schenkte. Zuvor hatte sich LIV-Rückkehrer Patrick Reed mit einem Bogey aus dem Stechen verabschiedet, der damit nach dem Gewinn der Hero Dubai Desert Classic in der Vorwoche erneut um den Sieg mitspielte. Diesbezüglich hat der Masters-Champion von 2018 im Vergleich mit dem anderen LIV-Abgänger Brooks Koepka eindeutig die Nase vorn.

Der fünffache Majorsieger beendete das Turnier-Comeback auf der PGA Tour mit einem geteilten 56. Platz bei der von Justin Rose gewonnenen Farmers Insurance Open und gab nach überstandenem Kampf mit dem Cut zu Protokoll: „Ich habe mich wieder in das Spiel verliebt.“ Ähnlich hatte sich Reed vor dem Start in Bahrain geäußert: „Nach Dubai ist mir klar geworden, wie sehr ich den harten Kampf und den Wettstreit vermisst habe – einfach mein Ding.“ Die Seitenhiebe auf den Konkurrenz-Circuit waren nicht zu überhören.

Medianachweis: © Sportcomm/Getty Images

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