Lukratives Line-up: Während die LIV-Liga um das wirtschaftliche Überleben ringt, rüstet sich die PGA Tour fürs große Geldverteilen. Die drei Play-off-Turniere um den FedEx Cup stehen an, bei denen bis Ende August insgesamt 180 Millionen Dollar an Preisgeldern und Prämien unter den Besten der Welt verteilt werden. Der Weltranglistenerste Scottie Scheffler hat bereits zehn Millionen für den Spitzenplatz nach Ende der regulären Saison eingestrichen.
Parallel gibt Ponte Vedra Beach peu à peu jene Events bekannt, die ab 2028 gemäß der vom Future Competition Committee unter Tiger Woods’ Vorsitz erarbeiteten Wettbewerbsstruktur zur Championship Series gehören. Es ist eine Penunzen-Parade mit bekannten Namen, aber auch neuen Titelsponsoren, die allesamt das finanzielle Füllhorn symbolisieren, aus dem die in puncto TV-Partner und Reichweiten, Fan-Aufkommen und Vermarktung bestens aufgestellte PGA Tour schöpfen kann. Der von Februar bis August terminierte Kalender dieser Luxusliga umfasst neben den Majors, der Players Championship, den Team-Wettbewerben Ryder Cup und Presidents Cup sowie gegebenenfalls Olympia nach derzeitigem Planungsstand 15 Turniere mit jeweils mindestens 20 Millionen Dollar. Bereits benannt sind die Travelers Championship im TPC River Highlands, das vom bisherigen Hawaii-Sponsor Sentry übernommene Treffen in Torrey Pines, das Arnold Palmer Invitational in Bay Hill, die Cadillac Championship bei Donald Trump in Doral sowie die Sompo Championship, die als neues Event mit neuem Partner bereits im Januar 2027 in einem der von der PGA Tour adressierten Märkte debütieren soll: Boston, Denver, New York, Philadelphia, San Francisco, Seattle, Washington, D.C.
Es wird allgemein erwartet, dass aus dem Kreis der bisherigen acht Signature Events noch das AT&T Pebble Beach Pro-Am, das Genesis Invitational von Gastgeber Woods, die RBC Heritage, die Truist Championship und Jack Nicklaus’ The Memorial Tournament hinzukommen. Für großes Aufsehen wiederum hat gesorgt, dass die FedEx St. Jude Championship, die in dieser Woche mit einer Börse von 20 Millionen Dollar erneut den Auftakt der Play-offs um den FedEx Cup macht – mit Sepp Straka und Matti Schmid –, ab 2028 offenbar auf den Status eines Vier-Millionen-Dollar-Turniers der Challenger Series herabgestuft, also in die zweite Liga verbannt wird. Die PGA Tour hat bislang lediglich die Nichtberücksichtigung für die Championship Series bestätigt. Und natürlich wirft das auch Fragen zum künftigen Miteinander mit dem bedeutenden Golf-Geldgeber FedEx auf. Die entsprechende vertragliche Bindung jedenfalls läuft Ende 2027 aus.
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