Das Comeback, das happy macht

Adam Sandler scheint nun Ernst zu machen mit der Fortsetzung des beliebten Golfklamauks.
LONDON, ENGLAND – MARCH 11: Actor Adam Sandler looks on during the Premier League match between Chelsea FC and Newcastle United at Stamford Bridge on March 11, 2024 in London, England.(Photo by Marc Atkins/Getty Images)

Manche Leute glauben, dass Fußball eine Frage von Leben und Tod ist. Ich bin von dieser Einstellung sehr enttäuscht. Ich kann Ihnen versichern, dass er viel, viel wichtiger ist“, wird der ehemalige Liverpool-Trainerstar Bill Shankly gerne zitiert. Was der Schotte damit meinte, ist, dass Fußball, den er als Spitze des Sports ansah, nicht nur ein Spielchen ist, sondern es eben um mehr gehe. Er meinte kulturelle und politische Angelegenheiten – das kann man mit Sicherheit auch auf Golf umlegen. Denn auch in diesem Sport geht es um mehr als nur ein paar Herren und Damen, die halt zum Zeitvertreib auf ein kleines, weißes Bällchen schlagen. Sport und somit Golf, das ist Gemeinschaft, Leidenschaft, ein Lebensstil. Und dazu gehört auch das Lachen. 1996 brachte der US- Komiker Adam Sandler den Film „Happy Gilmore“ heraus. Es geht um einen jähzornigen Außenseiter, der bei seiner Großmutter aufwächst und der eigentlich eher Eishockey spielt. Mit seiner Eishockey-Technik kann er 400 Yards weit abschlagen.

Auf in Runde 2

Den Rest haben Sie ja entweder gesehen oder Sie können sich schon  vorstellen,  was  Hollywood  aus  dem  Stoff  macht. Wie dem auch sei: Bereits 2021 hatte Sandler angekündigt, eine Fortsetzung machen zu wollen. Nun dürfte es konkreter werden. Co-Star Christopher McDonald verriet gegenüber Medien vor ein paar Tagen: „Ich habe Adam vor etwa zwei Wochen gesehen, und er sagte zu mir: Mac, du wirst das lieben. Ich sagte: Was? Er sagte: Wie wäre es damit! Dann zeigte er mir den ersten Entwurf von ,Happy Gilmore 2‘. Ich dachte nur: großartig. Die Fans verlangen da- nach, und nun ist es in Arbeit.“ Offiziell bestätigt ist noch nichts, allerdings dürfte „Happy Gilmore 2“, wenn, dann beim Streamingdienst Netflix laufen.

Doch nicht tot

Auch die nächste Story klingt eher nach Hollywood-Klamauk als nach echtem Leben. Es geht um Hal Sutton. Der 1958 in Shreveport in Louisiana geborene Sprössling einer wohlhabenden Ölgeschäftfamilie spielt Golf – und das eigentlich sehr gut. Zwischen 1982 und 2001 gewann er 15 PGA-Turniere, 1983 sogar das Major PGA Championship. Bemerkenswert war sein Sieg bei der Players Championship des Jahres 2000, als er Tiger Woods mit einem aufsehenerregenden Endspurt besiegen konnte. Zudem war er viermal beim Ryder Cup mit dabei, gewann 1999 und wirkte 2004 als Non-Playing-Captain mit. Summa summarum: alles andere als ein kleiner Fisch im PGA-Tour-Teich. Im Jänner veröffentlichte dann ein PGA- Magazin, dass er gestorben sei. Eine traurige Geschichte für Golffans, die Anteilnahme war entsprechend. Skurrilerweise fanden sich auf X, vormals Twitter, noch Tweets von Sutton, am 21. und 26. Jänner. Irgendwann zwischen da und der Erscheinung des Magazins dürfte Sutton selbst auf das Magazin gestoßen sein. Und zwar nicht im Sarg, sondern lebend. Am 18. März twitterte er: „Nur eine Korrektur, das PGA-Magazin hat mich in seinen Nachrufen am 19. Jänner als verstorben aufgeführt!!! Ich bin es nicht, und ich lebe und bin gerade dabei, dem Darmor Club vor unserer Eröffnung am 1. Juni den letzten Schliff zu geben. Vielen Dank an alle, die nach mir gesehen haben.“


Hal Sutton wurde schon für tot erklärt, ist aber quietschlebendig

Extraschutz

Auf zur nächsten Legende, oder besser gesagt: dem Nachwuchs einer  Legende,  nämlich  zum 15-jährigen Charlie Woods. Der Filius des Tiger spielt ebenfalls Golf. Allerdings unter besonderen Bedingungen. Der Vater hat bekanntlich mit 82 PGA-Tour- Siegen (15 Majors) eine für den eigenen Nachwuchs fast unmöglich zu erreichende Bestmarke aufgestellt. Infolge privater Probleme, bekannt ist beispielsweise „Tigergate“, es geht um Sex, ist er auch nicht wirklich unkontrovers. Man weiß ja nie, was in einem der Fans so vorgeht und ob sich da nicht der eine oder andere mit sehr grauslichen Absichten druntermischt.  Der  15-jährige Junge spielte also jüngst mit seinem Vater bei der Will Lowery Junior Championship 2024 und gab somit sein Debüt bei der American Junior Golf Association. Woods erhielt zusätzlichen Sicherheitsschutz, nachdem er nach seinem Debütauftritt diese Woche in Carolina von übereifrigen  Fans  überschwemmt wurde. Dies geschah, nachdem Woods jr. im Februar versucht hatte, sich für das Cognizant Classic zu qualifizieren, nur um dann mitzuerleben, wie seine Hoffnungen auf ein Weiterkommen von Fans, die unbedingt einen Blick auf das amerikanische Wunderkind in Aktion werfen wollten, zunichtegemacht wurden. Ein großer Teil seines Spiels wurde durch eine große Anzahl von Fans behindert, die den jungen Golfer umschwärmten. Man sah, wie aufdringliche Fans neben ihm hergingen und nach Fotos fragten, was ihn davon ablenkte, sich auf das Grün zu konzentrieren. Am Ende spielte der Teenager eine Runde von 86, und man kann durchaus sagen, dass ein Teil seines enttäuschenden Ergebnisses auf die Störungen zurückzuführen war, die er verursachte, während er auf Kurs war. Schwierig also. Wenn Woods jr. nur halb so viel Talent wie sein Vater hat, wird er wohl eine tolle Karriere hinlegen. Es ist unvermeidlich, dass er bei seinem Versuch, in den professionellen Golfsport einzusteigen, im Rampenlicht stehen wird. Hoffentlich schafft er es, sich auf den Sport zu konzentrieren, und lässt sich von dem Trubel um seine Person nicht allzu sehr fertigmachen.


Die Woods: Wie Vater Tiger, so golft auch Sohn Charlie.

Zündstoff

Dann wäre da am Ende noch ein kontroverses Thema: Trans. Es geht um Hailey Davidson. Sie ist Transgender-Golferin und spielt auf der NXXT Women’s Pro Tour, ein Sprungbrett für junge Golferinnen. Jüngst gewann sie ein Turnier. Nun gibt es dazu Folgendes zu sagen. Es gab es unzählige dumme, unnötige, widerwärtige Hasskommentare dazu. Transpersonen existieren, das könnte man mittlerweile einfach hinnehmen. Im Sport ist das alles ein bisschen komplizierter, da dieser ja in weiten Teilen zwischen Männern und Frauen unterscheidet. Das kann man gut oder schlecht finden, es ist aber nun einmal so. Beziehungsweise war es bei NXXT nicht so. Nach dem Sieg änderte man die Statuten. „In einer sich verändernden Sportlandschaft ist es entscheidend, die Integrität des Wettbewerbs aufrechtzuerhalten, die der Eckpfeiler des Frauensports ist“, erklärte CEO Stuart McKinnon. Das Thema wird uns wohl dennoch weiter beschäftigen. So wie alle anderen auch, und hier liest man davon.

Medianachweis: Sportcomm / Getty Images, Sportcomm / Getty Images

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