Erst der Triumph im Monster-Stechen gegen Südafrikas Nummer eins, dann ein souveräner Sieg über 36 Löcher. Unterschiedlicher hätten die ersten beiden Siege auf Profiebene für Celina Sattelkau kaum ausfallen können. Wie viele andere deutsche Golferinnen auch verbrachte sie die ersten Monate des neuen Jahres in Südafrika, um an einigen Turnieren der Sunshine Ladies Tour teilzunehmen.
Sieg mit Ausrufezeichen
Eine gute Entscheidung: Denn Sattelkau war gleich doppelt erfolgreich. Der Durchbruch gelang ihr bei der SuperSport Ladies Challenge im Humewood Golf Club. Nach drei Turnierrunden stand sie im Stechen niemand Geringerer als der derzeit besten südafrikanischen Golferin, Casandra Alexander, gegenüber. Die Entscheidung fiel am sechsten Extraloch zugunsten der 24-Jährigen vom GC St. Leon-Rot. Neun Tage später folgte Titel Nummer zwei. Das wegen starker Regenfälle auf 36 Löcher verkürzte NTT DATA Ladies Pro-Am im berühmten Fancourt Resort gewann sie souverän mit fünf Schlägen Vorsprung auf ihre Landsfrau und Zimmerkollegin Sophie Witt.
Die ersten beiden Titel als Profi sind für Sattelkau hoffentlich nur der Anfang. Auch wenn es für die Triumphe keine Punkte für die offizielle Weltrangliste gab und sie daher weiterhin außerhalb der Top 500 rangiert, sollte man die gebürtige Speyerin für die aktuelle LET-Saison auf dem Zettel haben. Denn wer allein Alexander, immerhin Führende der aktuellen LET Order of Merit, über ein Marathon-Stechen bezwingt, hat das Potenzial, auch auf höherer Ebene Erfolge einzustreichen.
Weltspitze liefert
Ansonsten wurde das internationale Frauengolf in diesem Jahr bislang von bekannten Namen wie Jeeno Thitikul, Nelly Korda oder Charley Hull geprägt, die jeweils einen Titel holten. Mit Hyo Joo Kim (LPGA) und Hannah Green (LET) konnten zudem zwei Spielerinnen „eine Sattelkau machen“ und zwei Events in Folge gewinnen.
Medianachweis: © Tristan Jones/ LET
