DIE LUXUSKLASSE IM GOLF FEIERT JUBILÄUM

Seit vielen Jahrzehnten prägt JuCad den Golfsport mit Innovation, exklusivem Design und Stil. Im Gespräch mit der Golf Week geben die geschäftsführenden Gesellschafter Kira und Jörg Jung Einblicke in den Erfolg des Familienunternehmens aus Limburg an der Lahn.

Golf Week: Wenn Sie auf die letzten 45 Jahre Firmengeschichte­ zurückblicken: Welche Stationen oder Momente waren für Sie besonders prägend?

Kira Jung: JuCad ist aus einem echten Familienprojekt entstanden. Der Ursprung liegt in unserem Unternehmen JUTEC­ Biegesysteme, das mein Vater­ 1980 gegründet hat. Sein technisches Know-how aus dem Maschinenbau bildete die ­Basis, um später auch im Golfmarkt Pionierarbeit leisten zu können. Mein Mann Jörg Jung entwickelte 1998 unter anderem die Technik für den weltweit ersten Design-Elektro­caddy mit unsichtbarem Antriebskonzept, bei dem der Akku elegant im Bag integriert war. Auch beim Einsatz von Lithium-Batterien, lange vor dem E-Bike-Boom, oder Caddys aus Vollcarbon haben wir Maßstäbe gesetzt. Heute blicken wir mit Stolz darauf zurück, dass wir durch diese Schritte nicht nur neue ­Märkte erschlossen, sondern JuCad auch als Premiummarke im Golfsport etabliert haben.

GW: Was waren aus Ihrer Sicht die wichtigsten Erfolgsfaktoren auf dem Weg zu einer internatio­nal renommierten Premiummarke mit der Positionierung „Handmade in Germany“?

Jörg Jung: Unser Erfolg beruht auf drei Säulen: Qualität, Innovation und Design. Wir haben uns nie mit Kompromissen zufriedengegeben. Jeder JuCad entsteht in über 1.300 Arbeitsschritten, viele davon in Handarbeit. Diese Fertigungs­tiefe ermöglicht uns, höchste Präzision zu garantieren. Hinzu kommt unsere Leidenschaft für technische Perfektion – ob bei Materialien wie Titan und Carbon oder den vielen technischen Innovationen. Und nicht zu vergessen: unsere Familienwerte. Wir führen JuCad mit sehr viel Herzblut, leben flache Hierarchien und pflegen persönliche Beziehungen zu Kunden, Partnern und Mitarbeitern. Diese Authentizität spüren die Menschen – sie ist ein wesentlicher Teil unserer Marken-DNA.

GW: Neben dem Heimatmarkt Deutschland: Wie entwickeln sich die internationalen Märkte?

KJ: Sehr erfreulich! Neben unserem Heimatmarkt und den europäischen Golfmärkten ist die Nachfrage weltweit da. Besonders stark wachsen wir in den USA und im arabischen Raum, wo das Thema Luxus-Design einen hohen Stellenwert hat. Dort entstehen teilweise sehr außergewöhnliche Konfigurationen, etwa in Gold oder sogar mit Diamanten veredelt. Aber auch in Australien und Neuseeland hat sich unsere Marke etabliert. Dort überzeugt vor allem die Kombination aus Langlebigkeit, technischer Zuverlässigkeit und einem klaren, modernen Design. Was wir insgesamt beobachten: Die Individualisierung steht bei JuCad weit vorne. Kunden möchten nicht mehr nur einen Caddy kaufen, sondern ein Modell, das perfekt zu ihrem Stil passt – sei es durch Farbe, Ausstattung oder besondere Details.

Mit JuCad ist man komfortabel, technisch modern und sehr stilvoll auf dem Golfplatz unterwegs.

GW: Sie produzieren Ihre Luxusprodukte weiterhin in Deutschland. Warum halten Sie an diesem Standort fest?

JJ: Weil Qualität für uns kein verhandelbarer Faktor ist. Unser Standort in Limburg an der Lahn mit über 100 Mitarbeitern ist das Herzstück unserer Marke. Hier kontrollieren wir jeden Produktionsschritt selbst – von der Materialauswahl bis zur Endmontage. Moderne CNC-Technik und handwerkliches Können gehen bei uns Hand in Hand. Natürlich sind die Kosten höher als bei einer Auslagerung ins Ausland, doch die Vorteile sind entscheidend: höchste Qualität, Flexibilität, Liefersicherheit und Innovationsgeschwindigkeit. In Zeiten globaler Unsicherheiten ist das ein unschätzbarer Wettbewerbsvorteil. „Handmade in Germany“ ist für uns nicht nur ein Siegel – es ist ein Versprechen, das wir täglich einlösen.

GW: Mit über 90 Golfbag-­Designs sind Sie mittlerweile­ auch zu einem der größten Bag-

Anbieter in Europa geworden. Welche Bedeutung haben die Bags zukünftig in Ihrem Portfolio?

KJ: Unsere Golfbags sind ein fester Bestandteil unseres Portfolios und ergänzen unsere Caddys optimal, mittlerweile finden unsere Golfbags aber auch sehr großen Gefallen bei Golfern auch ohne JuCad, was uns sehr freut.  Wir bieten eine große Vielfalt: von wasserdichten Cart- und Tragebags über praktische Hybridmodelle bis hin zu Rollbags für die Driving Range. Durch durchgehende Schlägereinteilungen, ergonomische Griffe und innovative Fächeraufteilungen ermöglichen wir eine optimale Organisation auf dem Platz. Darüber hinaus ist das Bag auch ein wichtiges Design-Element. Viele Golfer wünschen sich ein aufeinander abgestimmtes Gesamtbild: Caddy, Räder, Bag und Schirm in einer harmonischen Farbwelt. Unser Customizing-Bereich bietet vielfältige Möglichkeiten – egal ob sportlich, elegant oder luxuriös, jeder Kunde soll sein individuelles Statement setzen können.

GW: 45 Jahre sind eine lange Zeit. Was hat sich bei JuCad in all den Jahren nicht verändert?

JJ: Unsere Leidenschaft  – sie war und ist der Motor unseres Erfolgs. Trotz aller technologischen Entwicklungen bleiben wir unseren Werten treu: Qualität, Design, Nachhaltigkeit, Authentizität. Wir sind nach wie vor ein Familien­unternehmen, in dem Vertrauen und Verlässlichkeit zählen. Diese Konstanz schafft eine besondere Bindung – sowohl im Team als auch zu unseren Kunden. Und auch unser Anspruch, Dinge besser zu machen, ist unverändert. Wir wollen Innovation nicht um ihrer selbst willen, sondern um unseren Kunden echten Mehrwert zu bieten. Diese Haltung hat uns über vier Jahrzehnte getragen – und sie wird uns auch in Zukunft begleiten.

GW: Und mit Blick auf die ­nächsten 45 Jahre: Was wünschen Sie sich für JuCad und die Marke, die Sie so entscheidend geprägt haben?

KJ: Ich wünsche mir, dass JuCad weiterhin für Begeisterung steht – für Innovation, Design und Emotion. Wir wollen die Marke behutsam weiterentwickeln und gleichzeitig unsere Werte bewahren. Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Individualität werden die kommenden Jahre prägen.

JJ: Unsere Vision ist es, JuCad auch für die nächste Generation stark zu machen. Seit diesem Jahr ergänzt Markus Frick unsere Geschäftsführung – ein wichtiger Schritt, um die Zukunft aktiv zu gestalten. Unsere Kinder zeigen Interesse an dem, was wir tun, und das freut uns sehr. Wenn JuCad auch in 45 Jahren noch für Perfektion, Innovation und Leidenschaft steht, dann haben wir alles richtig gemacht.


Ich danke für das Gespräch.

Medianachweis: ©JuCad

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