Die Players Championship

Palaver und PGA-Tour-Pläne

Woran merkt man, dass die Saison im Profigolf der Herren richtig in Gang kommt? Genau, wenn mal wieder darüber palavert wird, ob die Players Championship nicht doch den Status als fünftes Major erhalten sollte. Diesmal hat Golf-Channel-Provokateur Brandel Chamblee die Debatte mit Blick auf die Stärke des Starterfelds neu entfacht. „The Players ist eines der besten Golfturniere auf der Welt, aber wir haben vier Majors, das reicht“, räumte Titelverteidiger Rory McIlroy das Thema schnell wieder ab. Für diesmal. Und sonst? „Rors“ hat Rücken, musste deswegen schon das Arnold Palmer Invitational abbrechen und ließ auch die Proberunden im TPC Sawgrass aus. McIlroy will „von Stunde zu Stunde“ entscheiden, ob er heute tatsächlich zum Gipfeltreffen um den 25-Millionen-Dollar-Preisgeldtopf antritt. Dafür hat Brian Rolapp, der CEO der PGA Tour, den erwarteten Aufschlag getätigt und einige Details der Pläne für die Spielzeit 2027 ff. verraten.

Spoiler vorab: Noch ist nichts entschieden. Aber das Future Competition Committee unter dem Vorsitz von Tiger Woods hat zum Thema Reform der Wettbewerbsstruktur schon mal ganze Arbeit geleistet. Die Idee scheint vom Tisch, erst nach dem Super Bowl im Februar mit einem komprimierten Kalender richtig loszulegen. Rolapp sprach von einer Spanne zwischen Ende Januar und September mit 21 bis 26 Top-Turnieren. Das sind die Majors, die Players Championship, der Ryder Cup beziehungsweise der Presidents Cup und ansonsten nur noch höchstdotierte sogenannte First-Track-Events, allerdings mit mehr Spielern als bei den bisherigen Signature Events – von 120 ist die Rede – und mit Cut. Als Unterbau soll es eine Relegationsliga („Second Track“) zur Qualifikation für die Signature Events geben. Ein Schelm, wer jetzt an die Promotions der LIV Golf League denkt.

Wichtig ist den Tour-Vordenkern weiters, den Fokus auf die zehn bedeutendsten US-Märkte zu legen, von denen bislang nur vier mit Turnieren an entsprechenden Schauplätzen angepeilt werden. Rolapp erwähnte Boston, Washington, New York, Chicago, Philadelphia, San Francisco. Deswegen soll der „First Track“ auch alljährlich mit großem Spektakel im amerikanischen Westen beginnen. Zu guter Letzt soll die Fall Series sportlich aufgewertet, spannender gestaltet werden. Man denkt tatsächlich an Matchplay-Turniere – ein Format, das tatsächlich derzeit aus vielerlei Gründen zu kurz kommt.

Aber jetzt ist erstmal Players Championship. Die Fernsehzuschauer in Deutschland und in Österreich können das Geschehen im TPC Sawgrass bei Magenta TV beziehungsweise im CANAL+ verfolgen.

Medianachweis: © Sportcomm/Getty Images

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