Never change a winning team! Europas Teamchef Luke Donald setzt auf Kontinuität und zog bei seinen Captain’s Picks für die 45. Ryder Cup Matches Ende September in den USA keine überraschenden Wildcards aus dem Ärmel. Der 45-jährige Engländer baut vielmehr auf bewährte Kräfte: Shane Lowry und Jon Rahm sind beim Kontinentalduell vom 26. bis 28. September auf dem Black Course des Bethpage State Park nahe New York ebenso wieder dabei wie das skandinavische Power-Paar Viktor Hovland und Ludvig Åberg sowie Sepp Straka, was aus österreichischer Sicht sehr erfreulich ist. Selbst Matt Fitzpatrick bekam die Nominierung, obwohl er bislang bei insgesamt sieben Einsätzen lediglich einen Punkt einspielte. Die Auswahl all der Routiniers zeigt, dass der Skipper sehr genau weiß, was für ein Spektakel und was für Animositäten den Titelverteidiger in der Höhle des amerikanischen Löwen erwarten.
So unterscheidet sich Donalds Dutzend für die zweite Stabführung des 45-jährigen Engländers nur in einer Position von der europäischen Equipe, die dem US-Team vor zwei Jahren in Rom beim 16,5:11,5 den Rost von den Schlägern klopfte. Zur Erinnerung: Hovland und Åberg fertigten damals das Duo Scottie Scheffler/Brooks Koepka mit 9&7 ab und trieben dem Weltranglistenersten die Tränen in die Augen. Selbst der diesmal einzige Rookie heißt Højgaard – nur jetzt Rasmus statt Nicolai. Der war letzter automatischer Qualifikant und komplettierte das erste Sextett mit Rory McIlroy, Tommy Fleetwood, Tyrrell Hatton, Justin Rose und Bob MacIntyre. Also, never change a winning team! Immerhin geht es für die Europäer darum, nach zwei krachenden Niederlagen auswärts mal wieder aufzutrumpfen und den knappen Vorsprung von 295,5 zu 292,5 Punkten aus 588 Ryder-Cup-Matches seit 1979 etwas auszubauen.
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