Nach dem erlösenden Erfolg von Augusta fürchtet die Konkurrenz einen befreit aufspielenden Masters-Champion; am Wochenende tankten auch der Weltranglistenerste und das Aushängeschild der LIV Golf League Selbstvertrauen. Scheffler holte sich beim CJ Cup Byron Nelson endlich den ersten Saisonsieg. Beeindruckend war vor allem die Art, wie er bei dem nicht sonderlich stark besetzten Turnier in Texas aufspielte. Der 28-Jährige notierte 253 Schläge (-31), den niedrigsten Score für ein 72-Loch-Event auf der PGA Tour. Das hatten vor ihm nur Justin Thomas (Sony Open 2017) und Ludvig Åberg (RSM Classic 2023) geschafft. DeChambeau (31) wiederum feierte beim LIV-Gastspiel in Korea den ersten Erfolg seit der US Open 2024 und wertete das als ideale Vorbereitung für die PGA Championship vom 15. bis 18. Mai in Quail Hollow (North Carolina).
Alle Golfwelt erwartet nun ein Battle des Trios um das zweite Major des Jahres – mit leichten Vorteilen für McIlroy. Der gerade 36-Jahre alt gewordene Nordire hat 2010 in Quail Hollow den ersten Titel auf der PGA Tour sowie weitere drei Mal gewonnen. Womöglich aber schlägt auf der durch die jährlichen Tour-Stopps bestens bekannten Bühne auch die Stunde des Jordan Spieth, der beim CJ Cup Byron Nelson mit einer 62er-Finalrunde (-9) aufhorchen ließ und Vierter wurde. Dem 31-Jährigen fehlt nur noch die PGA Championship zum Karriere-Grand-Slam.
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