Golf ist ein Sport, der zwar wunderschön ist, aber gleichzeitig auch extrem viel Zeit in Anspruch nimmt. Zu viel für viele. Und trotzdem gibt es aktuell einen Trend, der bei einem Großteil der aktiven Spieler für Kopfschütteln sorgt. Slow Play. Und ich muss ganz ehrlich sagen: Ich finde es zum Kotzen! Wenn es bei einem Major oder Profiturnier bei jedem Schlag um mehrere Zehntausend oder gar mehr Dollar geht, dann ist es legitim, sich viel Zeit zu nehmen. Von mir aus auch bei einer Clubmeisterschaft oder einem Turnier, bei dem man dabei ist, sein persönlich bestes Handicap zu erreichen. Aber mir fällt immer wieder auf, wie viele Amateure – bei allem Respekt mit offensichtlich überschaubarem Talent – eine Wissenschaft aus dieser Sportart machen. Hier noch ein Aim Point (um den Putt trotzdem zwei Meter vorbeizuhauen), da noch ein dritter Probeschwung (um den Ball anschließend trotzdem dünn übers Grün oder per Slice in den Wald zu jagen). Die Profis auf der DP World Tour haben 105 Sekunden pro Schlag. Brauchen sie länger, gibt es einen Strafschlag. Passiert es im Verlaufe der gesamten Turnierwoche noch mal, werden 8.000 Pfund vom Konto eingezogen. Das mit dem Geld geht im Amateurbereich natürlich nicht. Aber das mit dem Strafschlag würde ich extrem begrüßen. Ich habe keine Lust auf 5–6 Stunden 18 Loch im Turnier. Sie? Ich bezweifle es. Golf muss Spaß machen. Und es muss in den Alltag integrierbar sein.
ganz ehrlich: ich finde es zum Kotzen!
Golf ist ein Sport, der zwar wunderschön ist, aber gleichzeitig auch extrem viel Zeit in Anspruch nimmt.