Hole-in-One im “Grünen Herz Italiens”

Die Region Umbrien wird zur neuen „Golf-Pilgerstätte“

Umbrien ist zweifelsohne eine der „heiligsten“ Regionen Italiens. Der Heilige Franziskus fühlte sich in dem schönen kleinen Bergstädtchen Assisi heimisch, und dem Heiligen Benedikt verdankt das noch kleinere Norcia, nicht minder pittoresk in einem nahen Tal gelegen, ebenfalls Weltruhm als berühmte christliche Pilgerstätte. Und aus einer landesweit bekannten Süßwarenfabrik in der Provinzhauptstadt Perugia stammt eine im Jahr 1922 erfundene Köstlichkeit, die Millionen Italienern von den Dolomiten bis Sizilien geradezu heilig ist: „Baci Perugina“, nannte Firmengründerin Luisa Spagnoli ihre Pralinen mit einer von Nougat und Bitterschokolade umhüllten Haselnuß; die „Küßchen aus Perugia“ zählen in vielen italienischen Haushalten quasi zu den unverzichtbaren Grundnahrungsmitteln.


Pilgerziel seit vielen Jahrhunderten: Assisi, die Stadt des Heiligen Franziskus.

In Umbrien – anders als in den meisten Regionen von Bella Italia – bis dato nicht zuhause ist hingegen jegliche Ausformung des Massentourismus. Der Grund: Die kaum 900.000 Einwohner zählende mittelitalienische Region, umrahmt von Latium, Marken und der Toscana, hat als einzige keine Verbindung zum Mittelmeer, weder zum Ligurischen und Tyrrhenischen Meer im Westen noch zur Adria im Osten. Niente! Und wo es keine Spiaggia gibt, keinen Strand, vor dem abends die „rote Sonne im Meer versinkt“, da gibt es auch keine großen Bettenburgen und eifrig sprudelnden Einnahmen aus dem Tourismusgeschäft. Was die Wirtschaftskraft und die Kaufkraft der Bürger angeht, zählt Umbrien – scusate –  zur ärmeren Hälfte der 20 italienischen Regionen. 

Naturparadies Umbrien

Ein Sehnsuchtsziel ist Umbrien hingegen für christliche Pilger und Kulturreisende, die von Assisi bis Norcia, von Spoleto bis Orvieto den Spuren von San Francesco, San Benedetto und etlicher anderer Heiliger folgen. Und geradezu als einen üppigen Garten Eden haben die waldreiche, landschaftlich zauberhafte Region auf halbem Weg zwischen Florenz und Rom in jüngerer Zeit Individualtouristen und Freizeitsportler der unterschiedlichsten Disziplinen entdeckt. Berg- und Radwanderer, Paraglider und Riverrafter, Reiter und Sportangler,  Birdwatcher, Trüffelsucher und viele andere kommen im Naturparadies Umbrien voll auf ihre Kosten – und werden quasi zwangsläufig „nebenbei“ zu Bildungsreisenden; denn in den mittelalterlich anmutenden Städtchen und Ortschaften kommt man an den überreich mit Fresken und Heiligenfiguren geschmückten Domen, Basiliken, Klöstern und Kirchen gar nicht vorbei. 

Wenn Umbrien jetzt auch zum lohnenden Ziel für Golftouristen wird, ist das Medioevo, das Mittelalter, ebenfalls im wahrsten Wortsinn mit von der Partie. Das zentrale Element, Prunkstück und Wahrzeichen des größten und ehrgeizigsten Tourismusprojekts ganz Umbriens existiert immerhin schon seit gut 900 Jahren – das im 12. Jahrhundert erbaute Castello di Antognolla. Eine knappe halbe Stunde von der Regionshauptstadt Perugia entfernt, wacht die an den nördlichen Ausläufern des dicht bewaldeten Monte Tezio errichtete trutzige Burg, weithin sichtbar, über ein insgesamt 500 Hektar riesiges Anwesen, das einst der mächtigen umbrischen Antognolla-Familie gehörte.

„Italy´s best Golf Course”

Vor immerhin schon fast drei Jahrzehnten,1997, zauberte kein Geringerer als der inzwischen legendäre Robert Trent Jones Jr. einen wahrhaft majestätischen Golfplatz in die ziemlich abgelegene und daher lärmfreie und sehr dünn besiedelte Naturlandschaft mitten im “Grünen Herzen Italiens”, wie Umbrien sich selbst mit Fug und Recht bezeichnet. Doch erst, nachdem die Anlage ab 2018 mit Millionenaufwand ein deutliches Upgrade bekam mit einem Computer-gesteuerten state-of-the-art-Bewässerungs- und Drainagesystem, mit neuen Cart-Wegen und von Robert Trent Jones höchstpersönlich neugestalteten Bunkern, startete die eigentliche Karriere von Antognolla als neuer italienischer „Golf-Pilgerstätte“.  


Wie Schloßherren fühlen dürfen sich künftig Gastgolfer in der zum Luxushotel umgewandelten mittelalterlichen Burg.

2019 war Antognolla Golf erstmals Gastgeber eines PGA-Turniers, und zwei Jahre später gastierte die internationale Alps Tour auf dem sehr anspruchsvollen Platz unterhalb der Burg. Zweimal bereits, 2020 und 2022, konnte der Trent Jones-Course bei den World Golf Awards den äußerst prestige- und werbeträchtigen Titel als „Italy‘s Best Golf Course“ gewinnen. Der Erfolg „im zweiten Anlauf“ trägt nicht zuletzt die Handschrift von César Burguière, der Ende 2017 den Job als Golfdirektor in Antognolla übernahm mit dem erklärten Ziel, „Umbrien auf die Weltkarte des Golfsports zu bringen“.

Golf-Hype dank Ryder Cup

Der Franzose, der das Golfgeschäft in all seinen Facetten beim globalen Marktführer Troon Golf erlernte und sein Management-Talent bereits in renommierten Resorts in Marokko, Spanien und im griechischen Costa Navarino unter Beweis stellte, ist fest entschlossen, den mit der Ryder Cup-Ausrichtung im vergangenen Jahr in Marco Simone bei Rom entstandenen Golf-Hype in Italien im von der Hauptstadt nur gut zwei Autostunden entfernten Antognolla in großem Stil zu nutzen. Schon heute sei das Resort in Umbrien für Kenner der italienischen Golfszene „the place to be“, unterstreicht César Burguière.

Dabei hat die beste Phase in der 900jährigen Geschichte des Castello di Antognolla noch gar nicht richtig begonnen. In Zukunft dürfen sich Gastgolfer in 71 ebenso exquisiten wie individuellen Gemächern der weitläufigen, zinnenbewehrten Burganlage wie Schloßherren fühlen. In unmittelbarer Nähe entstehen darüber hinaus 14 luxuriöse Ferien-Apartments und drei „exclusive hillside homes“, die höchsten Ansprüchen genügen sollen. Traumhafte Ausblicke von hoher Warte auf die weitläufige Golfanlage versprechen auch ein neues Clubhaus mit allem modernen Komfort und das Restaurant La Boiola, dem eine aufwertende Komplettrenovierung bevorsteht. 2026 soll alles fertig sein. 

Wohnen im alten Gemäuer oder modernen Apartment mit viel Glas? Im Antognolla Resort haben die Gäste künftig die Qual der Wahl.

Neue Maßstäbe setzen

Antognolla Resort und Residences, so der erklärte Plan von César Burguière und seinem ambitionierten Team, will neue Qualitäts-Maßstäbe in der gerade stark wachsenden italienischen Golfszene setzen und werde „Umbrien für einen neuen Luxustourismus erschließen“. Dafür, daß das neue Vorzeigeresort sämtliche Sinne der künftigen Golftouristen anspricht und befriedigt, soll die Luxushotelkette Six Senses sorgen. Die seit 2019 zum Imperium der Intercontinental Hotels zählende Nobelmarke, die derzeit 23 sehr exklusive Hotels und Resorts in 18 Ländern betreibt und über 40 weitere Objekte in der Entwicklungspipeline hat, gilt als ausgesprochen wählerisch und sieht sich als „Vorreiterin für Wellness, Nachhaltigkeit, emotionale Gastfreundschaft und das Schaffen von einmaligen Reise-Erlebnissen“. 

Exakt diesen hohen Ansprüchen werde Antognolla schon heute und noch mehr in naher Zukunft gerecht, ist Laura Bortolato überzeugt. Die Managerin mit 25jähriger Erfahrung in mehreren italienischen Privatclubs verantwortet seit gut einem Jahr die Abteilung Golf Sales im Antognolla Resort, das seine Gäste demnächst in seinem fine-dining-Restaurant unter anderem mit eigenem Olivenöl und eigenem Rotwein verwöhnen will. 


Wurde schon zweimal zum „Besten Golfplatz Italiens“ gekürt: Antognolla Golf.

Spektakulärer Platz

Wer die überwältigende Natur mal ohne Driver und Fairwayholz erkunden will, hat dafür auf über 25 Kilometern Lauf- und Wanderwegen auf dem riesigen Anwesen ausreichend Gelegenheit. Aus sportlicher Sicht empfehlenswerter ist es freilich, die eine oder andere Extrarunde auf dem Golfplatz zu drehen; denn der genießt nicht von ungefähr den Ruf, einer der spektakulärsten, aber auch herausforderndsten Plätze ganz Italiens zu sein. „Flache Fairways“, verrät der Leiter der Antognolla-Golfakademie, Zeke Martinez, „gibt es hier so gut wie gar nicht.“ Die vielen Schräglagen erforderten ein besonders sorgfältiges strategisches Spiel und eine kluge Schlägerwahl.

Zeit nehmen sollte man sich freilich nicht nur für die Schlagvorbereitung, sondern vor allem für das Genießen der großartigen Umgebung. Persönlicher Lieblingsplatz des dreifachen PGA Italian Club Professional Champion Martinez: die Tee-Box der 13. Bahn. Dort scheint einem halb Umbrien zu Füßen zu liegen – und im Hintergrund „schwebt“, grün umrahmt, das alte Castello über allem. Viele Wege führen bekanntlich nach Rom. Golfer sollten den durch das Grüne Herz Italiens, das „heilige“ Umbrien, auf keinen Fall verpassen!

Golf-Pause gefällig? Auch für andere Sportarten wie z.B. Riverrafting bietet Umbrien beste Bedingungen.

Medianachweis: Wolfgang Weber, Foto-Montage: Antognola Golf, Antognola Golf

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