In Ryder-Cup-Form

Auch wenn er die 59 knapp verfehlt, holt sich Sepp Straka den Sieg bei der John Deere Classic.

Nur noch 170 Meter und zwei weitere Schläge trennten Sepp Straka bei der John Deere Classic von einer absoluten Fabelrunde, einer 59. Doch als der Österreicher seinen Approach mit zu viel Draw ins Wasser schlug, war zum Glück nur die 59 aus dem Rennen. Und so reichte Sepp trotz des Doublebogeys am Ende auch die 62er-Runde, um die Konkurrenz auf dem TPC Deere Run in Silvis, Illinois, in Schach zu halten. Dabei begann das Turnier denkbar schlecht für den Austro-Amerikaner, der in Runde eins mit einem Ergebnis von 2-über-Par nur Rang 133 belegte und dann von seinem Puttingcoach einen kleinen Korrekturtipp bekam. „Ich hätte am Donnerstag nach der Runde nicht gedacht, dass ich heute hier sitzen würde“, sagte Straka, nachdem er den Sieg in trockene Tücher brachte. „Ich habe einfach etwas Magie gefunden und dann angefangen, den Ball wirklich gut zu schlagen, was mir auch gelungen ist. Auch am Donnerstag war mein Ball-Striking gut, aber ich habe danach angefangen, ein paar Putts zu machen. Und ich denke, das ist der Schlüssel hier draußen. Du musst den Putter heiß machen. Zum Glück blieb er heiß.“

59 zum Greifen nahe

Nach einem 11-unter-Par-Start über 14 Löcher starteten auch die US-TV-Anstalten die „59 Uhr“, um zu sehen, ob Straka die magische 60er-Barriere brechen würde. Bislang gab es in der Geschichte der PGA Tour erst 13 Runden unter 60. Straka produzierte am 18. Loch aber von der Mitte des Fairway aus das unnötige Wasser-Doppelbogey und übernahm mit 21-unter-Par die Führung im Clubhaus. „Das war leider kein guter Schlag, mein einziger schlechter“, bedauerte der gebürtige Wiener und ergänzte: „Die 59 war nicht in meinem Kopf, ich habe nur an den Turniersieg gedacht.“ 

So lag er also zwei Schläge vor Brendon Todd und Alex Smalley, der letzten Gruppe des Tages, die gerade die Hälfte ihrer Back Nine erreicht hatte, und am Ende war die 21-Under-Marke gut genug für den Absolventen aus Georgia, um sich nach seinem ersten Sieg bei der Honda Classic im letzten Jahr seinen zweiten PGA- Tour-Titel in seiner Karriere zu sichern. „So viel Spaß eine 59 auch macht, ich denke, dass es immer noch mehr Spaß macht, das Golfturnier zu gewinnen“, zeigte sich Straka am Ende rundum glücklich.

Ryder Cup?

Nach dem zweiten PGA-Tour-Sieg seiner Karriere und nun Rang 18 im FedEx Cup ist Straka auf jeden Fall auch ein heißer Anwärter für einen Platz im Ryder Cup Team Europe von Luke Donald. „Bis September sind noch ein paar Monate, aber mein Spiel fühlt sich schon sehr gut an zurzeit“, so Straka, der im Alter von 14 Jahren in die USA zog. „Ich hoffe, ich kann weiter gute Leistungen bringen und mich für das Team empfehlen.“

Apropos Ryder Cup: Auch ein gewisser Ludvig Aberg spielt sich immer mehr ins Rampenlicht und in das Bewusstsein von Luke Donald. Bei der Rocket Mortgage Classic spielte der 23-jährige Tour-Rookie aus Schweden gemeinsam mit Donald die ersten beiden Runden und der Engländer war extrem beeindruckt. Als bester College-Golfer wechselte Aberg erst vor wenigen Wochen  im Juni ins Profilager und erhielt die volle PGA-Tour-Mitgliedschaft. In den ersten vier Events schaffte er bereits jeweils locker den Cut und bei der John Deere Classic mit dem geteilten viertes Platz nun auch schon sein erstes Top-Ten-Ergebnis.

A star is born: Ludvig Aberg aus Schweden schafft erste Top-Ten-Platzierung.

Medianachweis: Sportcomm/Getty Images

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