Keine „Versteckte Kamera“: Alex Cejka in der Regionalliga 

Der dreifache Major-Sieger bei den Senioren schlug am ersten Spieltag für seinen alten Verein ab und stellte einen neuen Platzrekord auf
Das Team des GC Hanau-Wilhelmsbad am ersten Spieltag der Regionalliga Mitte 2 mit Star und Major-Sieger Alex Cejka (vorne Mitte).

Es hatte einen Hauch von „Versteckte Kamera“. „Ich habe mich zuerst gefragt, ob es vielleicht einen Amateur mit gleichem Namen gibt“, gesteht Captain Florian Straßheimer, als er den Namen Alex Cejka auf der Meldeliste für das Heimspiel seines GC Maria Bildhausen las. Doch der dreimalige Major-Sieger bei den Senioren trat tatsächlich am ers­ten Spieltag der Regionalliga Mitte, der zweithöchsten Spielklasse, für seinen alten Verein Hanau-Wilhelmsbad an.

„Alex ist ein bodenständiger Typ und immer wieder mal bei uns auf der Anlage“, verrät Rainer Späth. Sein Freund und Mannschaftsspieler Florian Weyrauch war schon für Cejka als Caddy aktiv. Es war jedoch Vorstandsmitglied Späth, das den 55-Jährigen, der auf einen Erfolg auf der PGA-Tour und auf vier Siege auf der europäischen Tour verweisen kann, nicht nur für den Einsatz gewinnen konnte, sondern auch die Meldung als Mannschaftsspieler beim DGV kurz vor Toresschluss geklärt hatte. Dabei war der Verweis auf die drei Hanauer Clubmeisterschaften des jungen Alex 1986 (Jugend) sowie 1987 und 1988 (Herren) hilfreich.

Kein Streichergebnis

Cejkas Auftritt verbreitete sich über die sozialen Medien wie ein Lauffeuer, so dass schnell zahlreiche Zuschauer vor Ort waren. Die wurden keineswegs enttäuscht, denn so ganz nebenbei verbesserte der Deutsche mit tschechischen Wurzeln den Platzrekord von Luca Scheub­lein (67) um einen Schlag. 

Nach seinem Gastspiel ging’s für Alex Cejka wie geplant weiter nach Marokko zur „Trophy Hassan II“. Dort zeigte er die aktuell gute Form unter seinesgleichen und teilte sich mit Ernie Els mit -8 Platz vier.

Zweiter Auftritt

Ein weiterer Auftritt in der Deutschen Golf Liga scheint indes nicht ausgeschlossen. Am 19.Juli hat Hanau Heimrecht. „Im Anschluss an die British Senior Open in Sheffield könnte das passen“, hofft Rainer Späth. 

Medianachweis: © GCHW

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