Ja, is’ denn schon Weihnachten? Nein, für einige Professionals noch nicht, es gibt hier und da noch etwas Golf zu spielen. Bernhard Langer beispielsweise tritt als Titelverteidiger beim Familienturnier PNC Championship an. Der Altmeister aus Anhausen hat das Event bereits sechs Mal gewonnen: Ein erneuter Erfolg mit Sohn Jason im Ritz-Carlton Golf Club in Orlando/Florida wäre nicht nur der Titelhattrick, sondern auch Langers erster Sieg heuer auf amerikanischem Boden, nachdem der 68-Jährige bei den PGA Tour Champions in der Spielzeit 2025 ungewohnt leer ausging, aber immerhin das deutsche Heimspiel bei den WinstonGolf Senior Open gewann. Auch wenn es vornehmlich ums Vergnügen geht bei diesem mit Golfstars gespickten Event, das Tiger Woods und Filius Charlie diesmal bekanntlich verpassen: Die beiden Langers sind ehrgeizig genug, sich ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk nicht entgehen lassen zu wollen.
Derweil hat Rory McIlroy das Jahresfinale auf den Fairways bereits absolviert, die Revanche gegen Scottie Scheffler für die Niederlage bei der Wahl zum Player of the Year auf der PGA Tour allerdings verpasst. Der Nordire verlor mit seinen Teammitgliedern Shane Lowry, Luke Donald die neu arrangierten Golf Channel Games gegen das Quartett mit Scheffler, Sam Burns, Keegan Bradley und Luke Clanton. Der eigens fürs TV kreierte Schlagabtausch ist ein Schaustück mit diversen Wettbewerben, die zumeist gegen die Uhr ausgetragen werden, und für McIlroy eine „tolle Gelegenheit, unseren Sport auf andere Art und Weise zu präsentieren“. Doch ausgerechnet bei der abschließenden Captains Challenge musste er sich Scheffler im Trump National Golf Club Jupiter in Jupiter/Florida beim Chip an die Fahne um wenige Zentimeter geschlagen geben. Spaß gemacht hat’s offenbar trotzdem.
Auf dem europäischen Circuit hingegen herrscht immer noch der Ernst des Tour-Alltags, wenngleich ebenfalls unter Palmen. Die DP World Tour gastiert mit der AfrAsia Bank Mauritius Open in Marcel Siems Wahlheimat, den Heritage La Réserve Golf Links. Mit dabei sind neben Siem auch Nick Bachem, Dominic Foos, Allen John, Marcel Schneider sowie Freddy Schott. Und danach heißt es für Langer, McIlroy, Scheffler und alle anderen endlich, was Chris Rea so unnachahmlich besungen hat: Driving Home for Christmas.
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