Latten und Bälle

Zu einer schon traditionellen, aber durchaus ungewöhnlichen Sportveranstaltung kam es vor kurzem in Zell am See-Kaprun.

Bei der Ski&Golf Weltmeisterschaft 2023 handelt es sich um eine Kombi-WM: Hier wird das Können auf Skiern mit dem richtigen Gefühl beim Umgang mit den Golfschlägern kombiniert. Die Zeit eines Skirennens  auf dem Kitzsteinhorn wird mit den Ergebnissen aus zwei Runden Golf addiert. Vom 10.-14. Mai wurden im Salzburger Pinzgau bereits zum 20. Mal die Könige und Weltmeister der Skifahrer und Golfer gekürt. Mit Bode Miller (USA), Patrik Järbyn (SWE), Marcel Hirscher, Max Franz (AUT) Kalle Palander (FIN) Jure Kosir (SLO), sowie Peter Fill (ITA) waren hier schon viele weltcuperfahrene Profis am Start. Vom Skirennen (Do. 11. Mai) auf dem Kitzsteinhorn ging es auf die 36- Loch-Golfanlage des Golfclubs in Zell am See-Kaprun. Am Rasen waren erneut präzise Schwünge erwünscht, diesmal aber mit den Golfschlägern (12.–13. Mai). Dort kann der Amateur den Profis dann schon mal zeigen, wo der Bartl den Most holt. Und abgerechnet wurde zum Schluss, und um hier erfolgreich zu sein, sollte man beide Sportarten beherrschen. Vielen anderen Teilnehmern geht es getreu dem olympischen Motto auch nur ums Dabeisein. Der Reihe nach.

Piste … 

Bei dem Riesentorlauf erzielte der Ex-Weltcupläufer Alois Vogl (GER) die Bestzeit. Auf dem zweiten Platz landete Adam Provaznik (CZE) vor dem Schweizer Fabian Gola. Bei den Damen war Sara Svinkova (CZE) die Schnellste. Auf dem zweiten Platz landete Tina Honnef (GER) vor der Drittplatzierten Sara Fischer (CAN). 

… und Platz

Nach einer Par-Runde (72) führte Alois Vogl auch nach dem ersten Golftag das Klassement weiter an. Ausgezeichnete Platzverhältnisse und Witterungsbedingungen herrschten auch bei der zweiten Golfrunde. Mit einer Par-Runde (72) konnte sich Gola an die Spitze setzen und sich den Sieg sichern. Der Tscheche Tomas Sobotka setzte sich mit 73 Schlägen noch auf den zweiten Platz, für Vogl (81) reichte es noch zum dritten Platz und zur Bronzemedaille. Bester Österreicher wurde Andreas Lindner vor den beiden besten Deutschen, Julian Nix und Benno Rudel. Lukas Feregyhazy aus Amstetten landete als Zehnter auch noch in den Top 10, der Deutsche Chris­tian Breitelschmidt verpasste diese als Elfter. Sein Landsmann Max Holnaicher wurde als 16. noch Vorletzter. Bei den Damen war die junge Tina Honnef (SUI) erfolgreich. Zweite wurde die Kanadierin Sara Fischer, Sara Svinkova (CZE) landete auf Rang 3. Julia Hafenrichter aus dem Oberallgäu verpasste als Vierte knapp das Podest, Landsfrau Katrin Naumann wurde Achte. In der Teamwertung waren das Bavarian Ski&Golf Team vor dem SKI&GOLF Czech Team (CZE) erfolgreich. Das österreichische Team Gröbner fixierte die Bronzemedaille. 

Alois Vogl konnte beim Skifahren überzeugen.

Für die beste Golfrunde sorgte der Deutsche Tour-Professional Thomas Gögele mit 7 unter Par. Mit einem attraktiven Rahmenprogramm und einer abschließenden Heineken Party ging ein langes Wochenende zu Ende. Wieder einmal ein gelungenes Event, das sicher seine Fortsetzung finden wird.

Medianachweis: www.skigolfworldcup.com

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