Deutliche Distanzierung: Max Homa war der Twitterkönig unter den Golf-Professionals. Sein Witz und seine Schlagfertigkeit waren unerreicht, er verschonte weder Fans noch die eigene Frau. Doch vor geraumer Zeit hat der 34-jährige Kalifornier unter dem Eindruck einer tiefen sportlichen Krise die Aktivitäten in den sozialen Medien weitgehend eingestellt. Bereits im März sprach er von einer „Art Erweckungserlebnis“, das zu der selbstauferlegten Abstinenz geführt habe: „Mir ist klar geworden, dass das was für Bekloppte ist. Ich war auch krank, und jetzt will ich bloß schnell wieder gesund werden.“
Unlängst legte der siebenfache Tour-Sieger und Rom-Ryder-Cupper noch mal nach, der seit November 2023 kein Turnier gewonnen hat. „Da wird so viel Gift verspritzt – erst recht, wenn es bei jemandem mal nicht läuft. Es ist ziemlich absurd, wie wohl sich die Leute dabei fühlen, schreckliche Dinge über dich zu schreiben“, sagte Homa im Rahmen der John Deere Classic. „Sorry, dass ich keinen besseren Ausdruck habe: Aber das Internet ist halt eine Anlaufstelle und ein sicherer Hafen für Arschlöcher.“
Besonders Elon Musks X, vormals Twitter, erbost den Mann, der sich einst in dem Kurznachrichtendienst genüsslich ausgetobt hat: „Ich habe eine Weile gebraucht, um die Energieverschwendung und die schädlichen Folgen zu begreifen. Ich vermisse die Verbindung mit den Fans, aber es ist ein wirklich furchtbares Medium, weil alles von Hass und Wut überlagert wird.“
Zufall oder Zusammenhang: Mit dem Abstand geht’s sportlich allmählich wieder aufwärts. Bei der John Deere Classic hatte Homa zwischenzeitlich sogar den Sieg auf dem Schläger und wurde am Ende immerhin geteilter Fünfter – das beste Ergebnis seit dem geteilten dritten Platz beim Masters 2024.
Medianachweis: Sportcomm/Getty Images