Kampfansage fürs Kontinentalduell: Mit dem Play-off-Sieg bei der Irish Open hat Rory McIlroy die europäische Tonalität für den Ryder Cup in den USA geschärft. „Ich bin glücklich, dass ich diese Woche für alle Fans hier so spielen konnte“, rang der Nordire angesichts der Jubelstürme im traditionsbehafteten K Club nahe Dublin um Fassung. Und: „Ich weiß, dass wir die Amerikaner in Bethpage besiegen werden“, hatte er den Gastgebern schon vor der Finalrunde mit Happy End erneut den Fehdehandschuh hingeworfen.
Den Weg zum zweiten Irish-Open-Titel nach 2016 und zum 20. Turniergewinn auf der DP World Tour musste sich McIlroy erst mit einem 8,2-Meter-Putt zum Eagle auf dem 72. Loch ebnen. Schon da gab es stehende Ovationen in der Galerie für den Karriere-Grand-Slammer, der die Insignien seiner fünf Majorsiege in den K Club mitgebracht hatte. Anschließend gewann der 36-Jährige das Stechen gegen den Schweden Joakim Lagergren im dritten Versuch mit Birdie gegen Par und wurde gefeiert, als habe er den Ryder Cup bereits gewonnen.
Rund um den Black Course des Bethpage State Park auf Long Island dürften die Emotionen Ende September mindestens ebenso hoch schwappen, indes vermutlich weniger freundlich ausfallen. US-Energiebündel Bryson DeChambeau stichelte bereits: „Was immer die Europäer befürchten – sie wären gut beraten, die Erwartungen verdoppeln. Ich glaube nicht, dass sie dem gewachsen sein werden.“ Wer weiß: Rory McIlroy und Justin Rose sowie Teamchef Luke Donald und Vize Francesco Molinari – damals noch als Aktive – waren immerhin schon 2012 beim „Miracle of Medinah“ dabei, dem bislang letzten Auswärtserfolg. „Wir wissen, wie es ist, die Amerikaner in ihrem eigenen Hinterhof zu schlagen“, sagt McIlroy. „Ich liebe es, in einer solchen Atmosphäre zu spielen.“
Medianachweis: © Sportcomm/Getty Images