Millionen ohne Sieg

Golf zahlt sich aus, Spiel, Spaß, Gesundheit und so weiter. Doch auch dabei sein kann alles sein.

Golf ist bekanntlich auf vielen Ebenen ein toller Sport, am besten auf höchster Ebene. Denn auf der PGA Tour (und der LIV) gibt es ordentlich etwas zu gewinnen. Da ist natürlich in ­erster Linie der Ruhm, wenn man nach vier Runden alle Konkurrenten hinter sich gelassen hat und die Hände zum Sieg in die Höhe reißen kann. Doch so ein Sieg passiert nicht zufällig, es braucht ein ganzes Team um die Koepkas, Woods und Co herum. Das kostet Geld. Und weil dem so ist, gibt es im Golf Preisgelder für die Sieger und die vielen anderen Teilnehmer. Das brauchen sie auch, Reisen, Betreuer, Material, das kostet. Wie „Golf Digest“ nun berichtet, gibt es auch eine ganze Liste richtig reicher Golfer, die aber nie ein Turnier auf der PGA  Tour gewonnen haben. Geld sagt nicht immer alles aus, weil in den letzten Jahrzehnten verdammt viel mehr Geld dazugekommen ist. Tiger Woods etwa liegt auf Platz Platz 1, mit über 120 Millionen US-Dollar.  Legende Jack Nicklaus, der als Profi insgesamt 115 Turniere gewonnen hat und davon 18 Major, kommt auf nur  5.734.031 US-Dollar – womit er lediglich auf dem 346. Platz ­aller Zeiten liegt. Ben Crenshaw (19 Siege, zwei Majors) verdiente in seiner Karriere etwas mehr als 3 Millionen Dollar. Lee Trevino (29 Siege, sechs Majors) etwa 6,5 ​Millionen US-Dollar. Johnny Miller (25 Siege, zwei Majors) rund 7 Millionen US-Dollar. Der klarste Beweis, wie verzerrt das Ganze ist, zeigen 16 Golfer, die nie ein Turnier auf der PGA Tour gewonnen haben, dafür aber dennoch Millionen US-Dollar.

Die 16 Golfer

David Hearn kommt mit Anfang Juni (alle Zahlen) auf 10.070.854 Millionen US-Dollar. 2013 und 2015 hat er jeweils im Playoff verloren. Charlie Wi (10.079.659) wurde fünfmal Zweiter, konnte in 20 Prozent seiner PGA-Tour-Auftritte in die Top 25 kommen. Cameron Young (10.616.606) wurde auch „nur“ sechsmal Zweiter. Harold Varner III (10.618.502) kam 2022 in den Klub der 10-Mille-Golfer ohne Sieg. Er spielt einfach zu inkonsistent, mittlerweile auf der LIV. Alex Noren (10.765.012) kam ebenfalls 2022 in diesen Klub. Brett Quigley (11.058.693) war oft nah dran, kam zehnmal in die Top 10, fünfmal war er Zweiter. Graham DeLaet (11.265.285) machte es sich überhaupt „leicht“. Rund 50 Prozent seiner Millionen machte er 2013 und 2014. Byeong Hun An (11.551.272) gewann als Amateur in Southern Hills im Jahr 2009 mit nur 17 Jahren. Er verlor zwischenzeitlich seine Tourkarte. Denny McCarthy (11.557.426) gilt als guter Putter, 2022/23 konnte er sechsmal sechsstelliges Preisgeld abholen und stieß in den 10-Millionen-Klub vor. Brendon de Jonge (11.568.484) konnte von 2010 bis 2015 jedes Jahr mehr als eine Million verdienen, zweimal mehr als zwei. Patrick Rodgers (11.710.145) war siegreich am College und konnte 50 Mal in den Top 25 landen, aber eben nie gewinnen. Jeff Overton (12.790.635) war schon 2007 Zweiter. Briny Baird (13.251.178) spielte 15 Jahre auf der Tour. In einem Interview sagte er einmal: „Ich wäre lieber der Typ, der ohne Sieg das meiste Geld gewonnen hat, als der Typ, der am wenigsten Geld gewonnen hat.“ Besser als er machten das bislang Brian Davis (13.382.405), Tommy Fleetwood (16.695.199) und Cameron Tringale (17.310.004). Davis spielte viel, Fleetwood hat noch ein paar Jahre, und Tringale schaffte das Kunststück 2021, nach mehr als zehn Jahren kein einziges Mal zu gewinnen. Nichtsdestotrotz kann man mit dem Geld auch Sinnvolles tun.

Auch Tommy Fleetwood hat noch nie ein PGA-Tour-Turnier gewonnen.

Ukraine-Hilfe

Porsche startet bei den Porsche European Open die Aktion „Birdies for Charity“, deren Erlöse der Ukraine-Hilfe zugutekommen sollen. Für jedes gespielte Birdie während der vier Turnierrunden auf dem Porsche Nord Course spendet der Titelsponsor 75 Euro. „Soziales Engagement ist fester Bestandteil der Unternehmenskultur bei Porsche – das gilt auch für unser Engagement im Sport“, sagt Sebastian Ru­dolph, Leiter Öffentlichkeitsarbeit, Presse, Nachhaltigkeit und Politik der Porsche AG. „Auch bei den Porsche European Open leis­ten wir einen wichtigen Beitrag: Mit Birdies for Charity setzen wir einen Impuls für gesellschaftliche Verantwortung und helfen Organisationen, die sich für die Ukraine-Hilfe engagieren.“

Bei den Porsche European Open gibt es Ukraine-Hilfe bei Birdies.

Medianachweis: Sportcomm/Getty Images

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