Dramaturgisch liefert dieses Turnier Jahr für Jahr ab. 2025 gewann Charley Hull die Kroger Queen City Championship nach einem wilden Finale, weil Jeeno Thitikul am letzten Loch gleich vier Putts brauchte. Ein Jahr später lief es lange ähnlich spannend. Die Engländerin Lottie Woad (268) hatte am Ende zwei Schläge Vorsprung vor der Koreanerin Haeran Ryu (270). Dabei sieht das Ergebnis knapper aus, als die Schlussrunde war. Denn die 22-jährige Woad war als Führende in den Tag gegangen und blieb erstaunlich gelassen. So wie sie eben ist.
Sie galt schon früh Als Ausnahmetalent
Woad mag keine große Inszenierung. Während andere Emotionen zeigen, bleibt sie bemerkenswert cool, spielt präzise Drives, kontrollierte Eisen, macht kaum Fehler und legt ein Selbstverständnis an den Tag, das für eine Golferin ihres Alters fast ein wenig irritierend wirkt.
Die Engländerin galt schon früh als Ausnahmetalent. Bereits als Amateurin sammelte sie Titel am laufenden Band, gewann 2022 die prestigeträchtige Girls Amateur Championship und triumphierte 2024 beim Augusta National Women’s Amateur. – jenem Turnier, das als Bühne für die künftigen Stars des Frauen-Golf gilt. Kurz darauf führte sie die Weltrangliste der Amateurinnen an, wechselte 2025 als logische Konsequenz ins Profilager. Jetzt holte sie in Cincinnati ihren inzwischen vierten Sieg auf den großen Touren.
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