Das Undenkbare ist geschehen: Bernhard Langer hat die Saison 2025 der PGA Tour Champions ohne Turniersieg beendet – ein Novum in der Karriere des gebürtigen Schwaben aus Anhausen. Seit 2007 ist Langer auf dem Ü50-Circuit unterwegs, hat 377 Events bestritten und zuvor in jeder Spielzeit mindestens ein Mal gewonnen, insgesamt 47 Mal. 2010 und 2015 holte er gar jeweils zwei Majors und drei weitere Erfolge. Doch im 19. Jahr ist die Serie gerissen, Mr. Consistency geht leer aus: Beste Platzierung war ein geteilter zweiter Rang beim Saisonstart im Januar auf Hawaii. Die Charles Schwab Cup Championship beendete der Masters-Champion von 1985 und 1993 sowie zwölffache Senioren-Major-Sieger als 14., nachdem er das Finale vergangenes Jahr noch mit einem langen Birdie-Putt auf dem 72. Loch für sich entschieden hatte. Im Gesamtranking reichte es für den mittlerweile 68-Jährigen, der sechs Schwab-Cup-Erfolge in der Bilanz hat, diesmal nur zum 25. Platz.
Dass Bernhard Langer im Reigen der deutlich jüngeren Kombattanten nach wie vor mithalten kann, bewies er in Runde zwei und drei des Saisonabschlusses, als er sein Alter zum 34. und 35. Mal unterspielte, diesmal mit Runden von 67 beziehungsweise bogeyfreien 65 Schlägen. Zum Vergleich: Final- und Gesamtsieger Stewart Cink ist 52 Jahre alt. Und ein Mal hat Langer heuer doch gewonnen – ausgerechnet sein „Heimspiel“ bei den WinstonGolf Senior Open nahe Mecklenburg-Vorpommerns Landeshauptstadt Schwerin. Auf der Anlage, deren sportlicher Botschafter er ist, brillierte der Altmeister mit einem Start-Ziel-Erfolg und einem neuen Turnierrekord von 21 unter Par. Auch in den USA kann es mit einem Sieg noch klappen: Beim Familienturnier PNC Championship am Wochenende vor Weihnachten in Florida treten Langer und sein Sohn Jason als Titelverteidiger an.
Medianachweis: © Sportcomm/Getty Images