Promi-Treff in Pebble Beach

mit Travis Kelce und Co

Hierzulande ist Fasching, Karneval, Fasnacht – und auf der PGA Tour folgt nach dem Party-Tumult in Phoenix der Promi-Treff am Pebble Beach. Beim traditionsreichen AT&T ProAm geht es manchmal mehr ums Stelldichein der Celebrities aus Showbiz, Sport, Wirtschaft und Politik als um Golf. Dieses Jahr freilich ist das anders, denn das Turnier auf den ikonischen Pebble Beach Golf Links und dem Nebenschauplatz Spyglass Hill ist als Signature Event etikettiert, folglich mit 20 Millionen Dollar Gesamtpreisgeld dotiert und damit ein Muss für das Who’s Who im Profigolf, angeführt vom Weltranglistenersten Scottie Scheffler und Titelverteidiger Rory McIlroy, der das Saison-Debüt auf der PGA Tour gibt. Im Feld sind auch Sepp Straka, Matti Schmid und Stephan Jaeger. Dafür hält sich der VIP-Auflauf eher in Grenzen. Football-Star Travis Kelce, der Taylor-Swift-Verlobte, und Basketball-Ikone Pau Gasol ragen aus hiesiger Sicht heraus. Auch im Wortsinn.

Ansonsten wären noch Country-Musiker Jake Owen, Ex-US-Außenministerin und Augusta-National-Mitglied Condoleezza Rice oder Florida-Gouverneur Ron DeSantis zu nennen. Das ist ein eher überschaubarer Glamourfaktor: Vorbei sind die Zeiten, als Leinwand-Superstars wie Clint Eastwood, Kevin Costner oder Andy Garcia sich bei dem von Entertainer Bing Crosby 1937 als Crosby Clambake ins Leben gerufenen Turnier die Ehre gaben. Selbst der eigentlich unvermeidliche Bill Murray fehlt.

Sowieso gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Kritik am Format mit den Amateuren, die als Partner der Profis unterwegs, aber nicht immer dem Spieltempo förderlich sind und nach Meinung von Puristen angesichts der meist mediokren Handicaps ohnehin zu viel Aufmerksamkeit erfahren. Da kommt die dollarträchtige Aufwertung heuer gerade recht. Und mit der Beletage des Profibetriebs kriegt auch der wahre Star des Turniers die gebührende Würdigung: der 1919 eröffnete Platz am berühmten 17-Mile-Drive an Kaliforniens Pazifikküste. Und das nicht minder berühmte siebte Loch des Kultkurses, das mit der „Golden-Bell“-Zwölf von Augusta National und der „Postage Stamp“-Acht von Royal Troon die Dreifaltigkeit der Par-3-Bahnen bildet. Bei lauen Lüftchen reicht fast ein Wedge, um das von Sand und Meer gerahmte Grün zu erreichen. Doch wenn der Wind über die Monterey-Bucht fegt, kann’s sogar ein Eisen 3 sein. Und es wurden schon Spieler gesichtet, die im Sturm den Ball mit dem Putter den Fußweg hinunter und in Richtung der 186-Quadratmeter um die Fahne „schubsten“.

Medianachweis: © Sportcomm/Getty Images

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