Im fernen China hatte das Warten von Bernd Wiesberger auf den nächsten, den insgesamt neunten DP-World-Tour-Titel endlich ein Ende: 1.792 Tage nach dem Erfolg beim Made in HimmerLand 2021 in Dänemark gewann der 40-jährige Österreicher jetzt die Volvo China Open in einem packenden Finalrundenduell mit dem für die Vereinigten Arabischen Emirate spielenden Spanier Adrian Otaegui. Wiesberger lag nach den ersten neun Loch des Sonntags mit drei Schlägen hinten und machte daraus auf der Back Nine des Enhance Anting Golf Club in Shanghai einen Drei-Schläge-Vorsprung.
Anschließend sprach er von einer unglaublichen Woche nach fast fünfjähriger Sieglosigkeit, inklusive zweijährigem Gastspiel bei LIV Golf: „Ich habe schwierige Zeiten hinter mir und könnte kaum glücklicher sein.“ Bei Canal+ ist das gesamte Interview mit dem China-Champion zu sehen, der die Mitgliedschaft beim europäischen Circuit für weitere zwei Jahre gesichert hat und mit breiter Brust das Heimspiel Austrian Alpine Open Ende Mai in Kitzbühel angehen kann. Außerdem darf Wiesberger sich als nunmehr 16. im Race to Dubai Hoffnungen auf eines der begehrten Tickets für die PGA Tour machen, die am Saisonende vergeben werden.
Bedeutsames tat sich auch bei den Damen: Nelly Korda gewann in dominanter Manier die Chevron Championship, das erste Major der Saison und das insgesamt dritte für die 27-jährige Amerikanerin. Sie kassierte ein Rekordpreisgeld von 1,35 Millionen Dollar und ist wieder Nummer eins der Welt vor Jeeno Thitikul, die im Memorial Park in Houston/Texas den Cut verpasste. Korda feierte den Triumph natürlich mit dem obligatorischen Sprung in den Teich am Clubhaus, der mittlerweile zu einem – noch provisorischen – Pool umgebaut wurde.
Eine A*bombe der Begeisterung hätten im gut 500 Kilometer entfernten New Orleans am liebsten auch die Fitzpatrick-Brüder Matthew und Alex für den Gewinn des Team-Events Zurich Classic vorgeführt, bei dem sie in der samstäglichen Bestball-Runde über den TPC Louisiana einen neuen Turnierrekord von 57 unter Par aufstellten. Der Weltranglistendritte Matt Fitzpatrick (31) feierte damit bereits den dritten Erfolg der laufenden Spielzeit. Doch das wahre Sahnehäubchen auf der Siegertorte ist die Eintrittskarte zur PGA Tour für den vier Jahre jüngeren Alex. Der etatmäßige DP-World-Tour-Akteur und Indian-Open-Gewinner darf nun zur PGA Championship, zu den restlichen Signature Events des Jahres sowie zur Players Championship 2027 und hat die generelle Spielberechtigung bis einschließlich 2028.
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