Straka und der Play-off-Auftakt

Kein Anlass zu entspanntem „Safer Sepp“

Auf geht’s, ab heute spielen die 70 Besten der PGA Tour um den FedEx Cup und 180 Millionen Dollar an Preisgeldern und Prämien. Buchstäblich mittendrin ist Sepp Straka, der als 37. des Rankings zur FedEx St. Jude Championship in Memphis antritt. Die Platzierung vermittelt freilich eine eher trügerische Sicherheit und ist wahrlich kein Anlass zu entspanntem „Safer Sepp“: Der Austria-Star muss zwar lediglich ein Top-50-Resultat einfahren, um auch bei der BMW Championship kommende Woche dabei zu sein, aber das wollen all jene hinter ihm auch. Mehr noch, mit einem Platz in den Top 20 könnte Straka bereits das Ticket für die Tour Championship und das Gipfeltreffen der finalen 30 Spieler im East Lake Country Club zu Atlanta lösen.

Für Matti Schmid, den zweiten D-A-CH-Vertreter, gilt im TPC Southwind hingegen wohl das Prinzip „Dabeisein ist alles“. Der Deutsche hat es nach dem geteilten 72. Rang bei der Wyndham Championship ebenso mit Ach und Krach ins Feld geschafft wie Senkrechtstarter Jackson Koivun, der bei der „Wyndham“ mit etwas Mühe den 70. Platz im FedEx Cup verteidigte und heute allein auf die Runde geht, weil nach der verletzungsbedingten Absage von Daniel Berger nur 69 Spieler am Start sind.

Der Fan-Fokus allerdings liegt eindeutig auf der Spitze des Felds. Dort sind heute und morgen die beiden Weltbesten erstmals seit der Tour Championship 2025 wieder gemeinsam unterwegs, Branchenprimus Scottie Scheffler und die Nummer zwei Rory McIlroy. Der Nordire hat den FedEx Cup bereits historische drei Mal gewonnen, kommt aber nach seiner fast vierwöchigen Auszeit mit Urlaub auf der griechischen Insel Paros und Party im berühmten Nachtclub Pacha auf Ibiza mit eher suboptimaler Wettkampfpraxis in den Glutofen Memphis, wo Temperaturen von 35 und mehr Grad sowie extreme Luftfeuchtigkeit herrschen. Der an solche Bedingungen gewöhnte Wahl-Texaner Scheffler hat derweil ganz andere Probleme: Er muss irgendwie mit dem Schnurrbart klar kommen, den Caddie Ted Scott hat wachsen lassen: „Das sieht einfach nur blöd aus.“

Medianachweis: ©Sportcomm/GettyImagess

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