Tiger im Turniertest

Der GOAT ist wieder am Ball

Die Fangemeinde hatte es bereits angekündigt: Tiger Woods ist zurück am Ball und hat beim exklusiven Amateurturnier um den Nexus Cup endlich mal wieder in aller Öffentlichkeit den Schläger geschwungen – allerdings nur auf der Driving Range des Liberty Island Golf Club vor New York. Dort bespaßte er die Gäste des Einladungsevents, das seine Stiftung TGR zugunsten von Bildungsprogrammen für junge Menschen organisiert. Wenngleich er sich mit Chips, Pitches und halben Schwüngen begnügte, scheint sich der Superstar nach dem Achillessehnenriss samt anschließendem mikroinvasivem Eingriff vom März fit genug für aktive Auftritte zu fühlen.

Die Nachricht eilte als Breaking News um den Golfglobus und löste allerorten Spekulationen über ein Comeback des 15-fachen Majorsiegers aus. Potenzielle Gelegenheiten bieten sich bei der Hero World Challenge Anfang Dezember auf den Bahamas, wo Woods ebenfalls Gastgeber ist, oder beim Familienturnier PNC Championship mit Filius Charly kurz vor Weihnachten in Florida. Tiger selbst, der nach dem beinahe tödlichen Autounfall vom Februar 2021 in Florida nie so richtig in Tritt kam – und das im Wortsinn –, hüllt sich zu alldem bislang in Schweigen.

Er hat auch noch nicht auf die Herausforderung von Ernie Els reagiert, der den dann 50-Jährigen 2026 bei den PGA Tour Champions erwartet. „Komm doch und schlag uns, wenn Du kannst“, stichelte „The Big Easy“ unlängst im Scherz und fügte an: „Ich denke, es kann nur von Vorteil für ihn sein. Man kann ein Cart fahren, ohne sich zu schämen – und wenn einer das darf, dann er.“ Els weiß genau, wie wertvoll Gastspiele des GOAT in puncto Medien- und Sponsoreninteresse für den Ü50-Circuit wären, dem die PGA Tour im Rahmen des angestrebten Reformkurses einen Teil der Alimentierung streichen will. Ob „Golfen auf Rädern“ aber zu Woods’ sportlichem Selbstverständnis passt, scheint mehr als fraglich.

Medianachweis: © Sportcomm/Getty Images

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