Bittere Bilanz: Tommy Fleetwood kann auf der PGA Tour nicht gewinnen. Bei der Travelers Championship hatte der Engländer wieder mal den ersehnten Sieg auf dem Blatt, als er mit drei Schlägen Vorsprung in die Finalrunde – um am Ende den Erfolg im TPC River Highlands in Connecticut doch US-Ryder-Cup-Kapitän Keegan Bradley überlassen zu müssen, der auf dem Schlussloch das entscheidende Birdie spielte. Damit machte Fleetwood die Handvoll an zweiten Plätzen und das 42. Top-Ten-Ergebnis in 159 Turnieren auf der PGA Tour perfekt. „Im Geiste habe ich schon oft in den USA gewonnen, aber ich hab’s halt noch nicht in die Realität übertragen können“, bemühte sich der 34-Jährige um Haltung und Fassung.
Es mag vordergründig als Trostpflaster fürs Trauma taugen, dass sich Fleetwoods Preisgeldeinnahmen durch die 1,76 Millionen Dollar für den mit Russell Henley geteilten zweiten Platz bei dem Signature Event auf 31,417 Millionen Dollar erhöht haben. Wer freilich das anschließende Zufluchtsuchen bei der Familie mitangesehen hat, weiß, dass Geld allein auch einen Profisportler nicht glücklich macht. Und der fragwürdige Rekord des mit Abstand bestverdienenden Profis ohne Turniertitel auf der PGA Tour schon gar nicht. Wenigstens hat der Mann mit der Matte auf der DP World Tour bereits sieben Mal triumphiert. Damit summiert sich der Karriereverdienst des Thomas Paul Fleetwood übrigens auf 39,806 Millionen Dollar (Quelle spotrac.com).
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