Er hat’s erneut getan! Cabell B. Robinson, berühmt als „Doyen der Costa del Golf Designer“, der der südspanischen Costa del Sol um Malaga und Marbella einen ganzen Strauß herausragender Golfplätze wie Finca Cortesin, Valle Romano oder La Reserva de Sotogrande bescherte, hat offensichtlich auch einen Dauerauftrag für die Ausdehnung der europäischen Golfszene in Richtung Südosten.
Ein knappes Vierteljahrhundert nach Eröffnung seines ikonischen „Aphrodite Hills“-Kurses hoch über Zyperns Südküste nahe der beliebten Touristenstadt Paphos schuf der inzwischen 85-jährige Robinson mit Limassol Greens – am Rande der wesentlich größeren Hafen- und Hightech-Stadt Limassol – einen neuen südöstlichsten europäischen Golfplatz. Im vergangenen Herbst und Winter wurde die neue Robinson-Kreation in zwei Etappen eröffnet. Anfang Juni fand das offizielle Grand Opening des insgesamt fünften Golfresorts der Republik Zypern statt, die seit 2004 EU-Mitglied ist und sich mehr und mehr von einem einstigen Geheimtipp zu einer ganzjährigen Premium-Golfdestination mausert.

und „out of EU“.
Senior Championshipsim Eléa-Resort
Davon überzeugten sich auch die 144 Spielerinnen und Spieler aus über 40 Nationen, die Anfang Juni an den European Senior Men’s and Ladies Championships im Eléa Golf Club am Rande von Paphos teilnahmen. Zwei Jahre nach der Übernahme der Anlage durch die in Hongkong und Berlin beheimatete Betreiberfirma CCA International heimsten General Manager André Friedrich und sein neu aufgestelltes, professionelles Team höchstes Lob der veranstaltenden European Golf Association ein.
Schon nach weniger als der Hälfte des von CCA erarbeiteten fünfjährigen Entwicklungs- und Investitionsplans präsentierte sich der Nick Faldo Course – dank modernisierter Bewässerungsanlage, generalüberholter Bunker und zahlreicher Neuanpflanzungen – beim größten internationalen Golfturnier auf der Insel seit der Corona-Pandemie in nie zuvor erlebter Top-Qualität. Der EGA gefiel es auf der Anlage mit grandiosem Meerblick von nahezu allen Bahnen so gut, dass sie im Dezember ihre Jahreshauptversammlung in dem imposanten, ebenfalls modernisierten Eléa-Clubhaus abhalten wird.
Große Investitionen

Auch die drei anderen Anlagen rund um Paphos tun viel, um die schon große Anziehungskraft der Mittelmeerinsel insbesondere auf Golferinnen und Golfer aus Großbritannien, Skandinavien und dem deutschsprachigen Raum weiter zu steigern. Die Resorts Minthis, in den Bergen hoch über Paphos, und Aphrodite Hills investierten jüngst stark in ihre Golfplätze und technologisch aufgewertete Trainingsanlagen.
Im Tal gleich nebenan sieht Clubmanager und PGA-Profi Adam Collinson sein Secret Valley Golf Resort am Beginn eines spektakulären Upgrades. Nach einem Eigentümerwechsel im vergangenen Jahr soll hier nach seinen Worten „ein Luxusresort mit internationaler Strahlkraft“ entstehen, mit Hotels, Villen, Apartments, Gastronomie, Freizeitangeboten und langfristig sogar einem zweiten 18-Loch-Golfplatz.
Mit einem Slice zum „Weltrekord“
Ein Alleinstellungsmerkmal der besonderen Art kann freilich keines der vier Paphos-Resorts dem Neuling Limassol Greens streitig machen. Der Robinson-Platz grenzt unmittelbar an den Sometos-Forest, einen dichten Eukalyptus-Wald, der zur 123 Quadratkilometer umfassenden Akrotiri-Militärbasis der britischen Royal Airforce gehört. Wie auf keinem zweiten Golfplatz Europas wird hier auf mehreren Bahnen ein missglückter Schlag zu einem geopolitischen Kuriosum: Saust ein verzogener Ball über den unscheinbaren Maschendrahtzaun auf der rechten Seite, der zugleich eine offizielle Staatsgrenze darstellt, liegt er nicht nur „out of bounds“, sondern auch „out of EU“ – und hat quasi einen Geschwindigkeitsweltrekord aufgestellt: von Zypern nach Großbritannien in wenigen Sekunden …
Medianachweis: ©Wolfgang Weber, ©Wolfgang Weber(2)