Wenn es eines Beweises bedurfte, dass die BMW PGA Championship mehr ist als nur ein Turnier, dann hat ihn die Woche im traditionsreichen Wentworth Club einmal mehr erbracht. 118.421 Zuschauer strömten in die Grafschaft Surrey, um das „Festival of Golf“ zu erleben – und wurden Zeugen einer spannenden Turnierwoche, die am Ende einen verdienten Sieger fand: Alex Noren. Der Schwede, Vizekapitän des europäischen Ryder-Cup-Teams, setzte sich nach vier konstant starken Runden und einem packenden Stechen gegen Adrien Saddier durch und holte sich zum zweiten Mal nach 2017 den prestigeträchtigen Titel.
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Der Start ins Festival war typisch britisch: Regen prägte den Mittwoch, doch der Stimmung tat das keinen Abbruch. Das Celebrity Pro-Am vereinte Weltklassegolfer mit Stars aus Sport und Unterhaltung. Tennis-Legende Andy Murray, Formel-1-Pilot Lando Norris, die Ex-Fußballgrößen Gareth Bale, John Terry, Teddy Sheringham und Robbie Fowler, Rugby-Ass Owen Farrell oder auch Hockey-Olympiasiegerin Samantha Quek – sie alle sorgten dafür, dass das Publikum auf seine Kosten kam.

weltklassefeld
Ab Donnerstag stand dann die sportliche Bühne im Mittelpunkt. Fast das gesamte europäische Ryder-Cup-Team nutzte das Turnier als Generalprobe für den Showdown in Bethpage. Nur Österreichs Vorzeigegolfer Sepp Straka fehlte – das aber aus gutem Grunde: Die Frühgeburt seines zweiten Kindes hielt ihn anders als noch vor zwei Jahren dieses Mal fern. Für die Fans bedeutete das dennoch ein seltenes Erlebnis: Stars wie Viktor Hovland, Rory McIlroy, Tyrrell Hatton, Matt Fitzpatrick und natürlich Captain Luke Donald selbst traten an – ein Feld, das den Charakter des Turniers als „Flagship Event“ der DP World Tour untermauerte.

mr. konstanz
Die Schlagzeilen des Wochenendes gehörten jedoch einem Mann: Alex Noren. Der 43-jährige Schwede, seit Jahren als einer der beständigsten Profis im Tourzirkus bekannt, hatte seine Form vor dem Ryder Cup gefunden – zu spät jedoch, um selbst als Spieler nominiert zu werden. Schon vor drei Wochen hatte der „Vize“ das Betfred British Masters gewonnen, nun legte er noch einen drauf. Mit Runden von 67, 68, 66 und 68 Schlägen blieb er an allen vier Tagen unter 70 Schlägen und holte sich mit einem Gesamtscore von 269 Schlägen (19 unter Par) den Titel. Ein Eagle, 21 Birdies und kaum Schwächen auf den Grüns bildeten dabei das Fundament seines Triumphs.
Am Finalsonntag glich das Leaderboard jedoch lange Zeit einem Puzzle, das sich ständig neu zusammensetzte. Mehr als ein Dutzend Spieler schnupperte am Titel, darunter Patrick Reed, Aaron Rai und auch Ryder-Cup-Hoffnungsträger wie Tyrrell Hatton oder Viktor Hovland.
Am Ende war es erneut ein Stechen, das die Entscheidung bringen musste – wie schon 2024. Auf dem ersten Extraloch gelang Noren das Birdie, während Adrien Saddier nur ein Par notierte. Ein weiterer Meilenstein für den Schweden: Mit nun zwölf Titeln ist er der erfolgreichste Golfer seines Landes in der Geschichte der DP World Tour. „Ich bin einfach nur überwältigt. An manchen Tagen geht es leicht von der Hand, an anderen Tagen muss man kämpfen. Heute war so ein Tag“, sagte Noren. „Die BMW PGA Championship ist ein unglaubliches Turnier, eines der besten auf der ganzen Welt – und Jahr für Jahr wird es besser.“

french delight
Adrien Saddier, bisher eher als beständiger Mitläufer bekannt, krönte seine Woche mit Platz zwei – das beste Ergebnis seiner Karriere auf der großen Bühne. Dahinter teilten sich Aaron Rai, Lokalmatador mit Heimvorteil, und der ehemalige „Captain America“ Patrick Reed den dritten Rang bei -16.
Auf Rang 5 fanden sich dann gleich drei der europäischen Ryder-Cup-Helden wieder. Matt Fitzpatrick, Tyrrell Hatton und Viktor Hovland erzielten genauso wie der Schotte Ewen Ferguson, der Südafrikaner Darren Fichardt und der Südkoreaner Si Woo Kim ein Gesamtergebnis von 15-unter-Par. Nicht ganz so rund lief es bei Topstar Rory McIlroy – er belegte den geteilten 20. Rang.
festival of golf
Abseits des sportlichen Dramas zeigte sich die BMW PGA Championship erneut als Fest für Fans und Spieler. Die Premiere des vollelektrischen BMW iX3 50 xDrive als offizielles Hole-in-One-Fahrzeug sorgte ebenso für Aufmerksamkeit wie die Charity-Initiative „Eagles for Education“. 72 Eagles wurden in den vier Turniertagen erzielt – und jeder einzelne bedeutete 1.000 Pfund Spende für die Golf Foundation, die Kindern und Jugendlichen in ganz England Zugang zum Spiel ermöglicht.
„Das Festival of Golf wurde seinem Ruf einmal mehr gerecht, und die Leistung von Alex Noren während der gesamten Woche hat dazu viel beigetragen“, resümierte David George, CEO BMW Group UK und Ireland. „Seit mehr als 20 Jahren ist BMW stolzer Titelpartner dieses herausragenden Golf-Events. Es war wieder großartig, die Freude der Spieler und Fans mitzuerleben.“
Medianachweis: © Getty Images / DP World Tour, © BMW AG (3)