von abschieden, ausrutschern und auftritten  

Stacy Lewis kündigt ihren Rücktritt an, Tyrrell Hatton sorgt mit einem Geständnis für Schlagzeilen und Charley Hull glänzt auf royaler Bühne.
US-Aushängeschild Stacy Lewis verkündet in Arkansas ihren Rücktritt.

m Golfzirkus reißen die Schlagzeilen derzeit nicht ab – von leisen Abschieden über feuchtfröhliche Geständnisse bis hin zu ro­yalen Einladungen und einem überraschenden Rückzug. Vier Geschichten, die unterschiedlicher kaum sein könnten und dennoch den Facettenreichtum des Sports unterstreichen.

lewis hört auf

Stacy Lewis, seit Jahren das Aushängeschild des US-Damengolfsports, hat beim LPGA-Turnier in Arkansas ihren Rücktritt angekündigt. Mit Ende dieses Jahres wird die 40-Jährige ihre aktive Karriere beenden. Für Lewis, die einst die Weltrangliste anführte und zwei Major-Titel holte, ist es ein Abschied voller Symbolik – ausgerechnet in ihrer Heimat, dort, wo sie ihre ersten Schritte auf die große Bühne machte.

Lewis galt stets als akribische Arbeiterin, die auch Rückschläge – darunter langjährige Rückenprobleme – mit eiserner Disziplin meisterte. Als Solheim-Cup-Kapitänin prägte sie zudem das Bild des modernen US-Teams und hinterließ Spuren weit über ihre Scorekarten hinaus.

Englands Golf-Ass Charley Hull beim Staatsbankett in Windsor Castle.

hatton im rausch

Während Lewis’ Ankündigung von Nachdenklichkeit geprägt war, sorgte Tyrrell Hatton mit einer eher derben Episode für Schlagzeilen. Der Engländer, bekannt für sein loses Mundwerk, berichtete detailreich, wie er seine erneute Ryder-Cup-Nominierung begoss: mit einer ausufernden Nacht im Kreise von Freunden und jeder Menge Hochprozentigem.
Der Jubel über die Nachricht, dass er in Bethpage wieder Teil des europäischen Teams sein wird, mündete in einer Feier, die selbst für Hattons Maßstäbe ausuferte. 

Am Ende erwachte er nicht nur schwer verkatert, sondern in einer Pfütze seines eigenen Erbrochenen – eine Beichte, die er lachend, aber auch etwas beschämt erzählte. „Es war nicht mein stolzester Moment“, gab er zu, „aber ich war einfach überglücklich.“

hull trifft trump

Ein ganz anderes Rampenlicht erlebte Charley Hull. Die Engländerin war zu Gast im Windsor Castle, als Donald Trump auf Staatsbesuch in Großbritannien weilte. In Gesprächen mit dem US-Präsidenten drehte sich vieles um das gemeinsame Interesse: Golf. „Er hat mich sogar zu einer gemeinsamen Golfpartie eingeladen. Das ist ziemlich cool“, erklärte die Solheim-Cupperin.
Hull ergänzte, dass Trump bereits im Vorjahr über ihren Agenten versucht hatte, eine Golfrunde mit ihr zu arrangieren – damals verhinderten jedoch Urlaubspläne eine Umsetzung. Diesmal, so Hull, wolle man ernsthaft versuchen, die Partie noch vor Jahresende möglich zu machen. Über den Präsidenten äußerte sich die 29-Jährige bemerkenswert positiv: „Er ist ein liebenswerter Mann, wir haben uns sehr gut verstanden.“

Greg Norman verabschiedet sich nach seinem LIV-Rückzug von den Fans.


norman geht

Und dann ist da Greg Norman. Der Australier, jahrzehntelang eine der prägendsten Figuren im internationalen Golf, hat seinen endgültigen Rücktritt von LIV Golf erklärt.
Norman war das Gesicht und Architekt der Serie, die in den letzten Jahren die Sportlandschaft gespalten und neu strukturiert hat. Sein Abgang kommt überraschend – nicht zuletzt, weil er bis zuletzt als kompromissloser Verfechter des Projekts galt. 

Medianachweis: ©Sportcomm/Getty Images (3)

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