Nach Memphis ist vor St. Louis: Im Play-off der PGA Tour geht’s richtig zur Sache. Die wichtigste Nachricht gleich vorweg: Sepp Straka wurde bei der FedEx St. Jude Championship geteilter 34. und ist als 39. des Rankings erwartungsgemäß zur Runde der letzten 50 weitergereist. Matti Schmid hingegen hat es als geteilter 47. nicht mehr geschafft, aber wenigstens die Tour-Karte für 2027 gesichert. Stephan Jaeger wiederum hatte sich gar nicht erst für den Play-off-Auftakt qualifiziert.
Doch es gibt eine Menge mehr zu erzählen vom Geschehen im TPC Southwind. Zuvorderst über den Schub für Sieger Scottie Scheffler, der froh war, am Schauplatz seines ersten Erfolgs auf der PGA Tour vor acht Jahren nicht wieder über zweite Plätze und angebliche Krisen reden zu müssen, und sich nunmehr als klarer Aspirant auf den Player-of-the-Year-Titel abgesetzt hat.
Oder über die Schätze des Weltranglistenersten, der nicht nur das Preisgeld von 3,6 Millionen Dollar kassierte, sondern als uneinholbarer FedEx-Cup-Spitzenreiter auch schon die dafür ausgelobten 20 Millionen Dollar einsackte. Mit dem zweiten Saisonsieg rückt Scheffler beim Karrierepreisgeld überdies bis auf etwas mehr als eine Million Dollar an den mit 120,999 Millionen noch knapp führenden Tiger Woods heran.
Auf der anderen Seite des Spektrums rangiert aktuell Rory McIlroy. Der Nordire belegte nach wochenlanger Urlaubsauszeit mit 8 über Par einen nahezu peinlichen Platz 66 und sagte anschließend zu seiner Misere: „Ich bin so weit davon entfernt, dort zu sein, wo ich sein müsste, dass ich nicht mal ansatzweise das Gefühl verspüren könnte, eine Chance zu haben.“ Warum auch einfach formulieren, wenn es umständlich besser geht. „Ich werde jetzt bis zum Start der BMW Championship am Donnerstag den Kopf runternehmen und hart arbeiten.“ Das wiederum ist unmissverständlich.
Fun Fact am Rande: McIlroy ist als Nummer zwei der Welt im OWGR mittlerweile so weit von Scottie Scheffler entfernt wie zu keinem anderen Profi hinter ihm – und das sind immerhin 6.000 Spieler.
Zum Schluss noch mal zurück zu Straka. Und zu dessen Aussichten für eine Teilnahme an der Tour Championship in Atlanta: Der Austria-Star hat tatsächlich eine Chance. Dafür muss er allerdings bei der BMW Championship mindestens geteilter Sechster werden. Dann ist ihm der Start im East Lake Golf Club sicher. Bei einer Platzierung zwischen Rang 7 und 15 im Bellerive Country Club hat Straka es nicht mehr allein in der Hand, sondern muss auf Schützenhilfe der um ihn herum rangierenden Konkurrenz hoffen, beispielsweise auf Einbrüche von Bob MacIntyre oder PGA Champion Aaron Rai. Alles jenseits von Platz 15 wird rechnerisch definitiv nicht reichen. Na dann los!
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