Hitzeschlacht am Fairway

Golf bei Sonne und Hitze fordert Körper und Kopf. So schützt du dich vor Überhitzung, Sonnenbrand und Leistungseinbrüchen.

Es ist einer dieser strahlend schönen Sommertage, an denen der Himmel klar ist, das Gras sattgrün schimmert und die Fairways zum Einlochen einladen. Was will man mehr? Doch kaum hat die Runde richtig begonnen, wird dir klar: Heute wird’s heiß. Und zwar richtig. Während du dich auf dein Spiel konzentrierst, arbeitet dein Körper im Hintergrund auf Hochtouren – ohne dass du es sofort merkst. Denn Hitze, Sonne und stundenlange Bewegung sind keine leichte Kombination. Besonders dann nicht, wenn du dich nicht rechtzeitig schützt.

Golf bei Hitze – mehr Belastung als gedacht

Klar, Golf ist kein Sprint – aber ein 18-Loch-Marsch bei 30 Grad ist körperlich fordernder, als viele denken. Fast vier Stunden in der Sonne, ohne echte Schattenpause, während du dich auf jede Bewegung, jeden Schlag und jede Entscheidung konzentrieren musst – das schlaucht. Und dabei kommen noch ein paar unsichtbare Gegner ins Spiel: UV-Strahlung, Flüssigkeitsverlust, überhitzte Muskeln und ein gestresster Kreislauf. Wer bei Hitze unvorbereitet startet, riskiert weit mehr als nur einen miesen Score.

Bei Hitzestress schlägt der Körper Alarm. Die ersten Anzeichen sind oft subtil: Ein leichtes Pochen im Kopf, ein trockener Mund, ein bisschen Schwindel beim Bücken. Später kommen Kreislaufprobleme, Konzentrationsmängel oder gar Übelkeit dazu. Wenn du diese Signale ignorierst, kann es gefährlich werden – Stichwort Hitzschlag oder Sonnenstich. Der Körper schafft es dann nicht mehr, die eigene Temperatur zu regulieren. Das kann im schlimmsten Fall zum Kollaps führen. Also: lieber rechtzeitig gegensteuern.

Dein bester Freund: Flüssigkeit

Was viele unterschätzen: Schon zwei Prozent Flüssigkeitsverlust können deine Reaktionszeit und Konzentration deutlich senken. Beim Golf kommt das schnell zusammen – gerade wenn du schwitzt, aber vergisst zu trinken. Also: Immer eine oder zwei Flaschen im Bag haben, am besten Wasser oder isotonische Getränke. Denn durch das Schwitzen verliert der Körper Salze, besonders Natrium, Kalium, Magnesium und Calcium. Alle 15 bis 20 Minuten ein paar Schlucke – nicht erst trinken, wenn der Durst kommt. Und ja, das bedeutet auch mal einen kurzen Gang ins Gebüsch. Dein Körper wird’s dir danken. 

Die richtige Kleidung: Leicht, luftig, schützend

Helle Farben reflektieren die Sonne besser als dunkle. Atmungsaktive Funktionsstoffe halten dich kühl und trocken. Besonders clever: Kleidung mit integriertem UV-Schutz. Auch wichtig: eine Kopfbedeckung, die mehr als nur deine Stirn schützt – am besten ein Hut mit breiter Krempe oder ein UV-Cap mit Nackenschutz. Eine gute Sonnenbrille schützt nicht nur die Augen, sondern hilft auch beim Fokus – blendfreies Sehen ist gerade beim Putten Gold wert.

Sonnenschutz: Mehr als nur eincremen

Ohne Sonnencreme geht im Sommer nichts. Mindestens LSF 30, besser 50. Und bitte nicht nur morgens draufklatschen und dann vergessen. Alle zwei Stunden nachcremen – vor allem im Gesicht, am Hals, an den Armen und auf den Ohren. Wenn du stark schwitzt oder viel mit Wasser in Kontakt kommst, noch öfter. Für Vielspieler lohnt sich sogar ein kleiner Cremestick im Bag – klein, handlich, schnell aufgetragen.

Pralle Sonne am Abschlag: Jetzt heißt’s kühlen Kopf bewahren – im doppelten Sinn.

Pausen machen ist kein Zeichen von Schwäche

Du willst dein Handicap verbessern – klar. Aber dein Körper hat auch ein Wörtchen mitzureden. Gönn dir kleine Auszeiten im Schatten: ein Baum, ein Pavillon, ein Schirm – irgendwo, wo dein Kreislauf runterfahren kann. Vielleicht sogar mal fünf Minuten hinsetzen, die Augen schließen, bewusst atmen. Solche Mikro-Pausen bringen nicht nur körperlich, sondern auch mental neue Energie. Du wirst sehen: Der nächste Abschlag gelingt mit kühlem Kopf meist besser.

Timing ist alles

Wenn du es vermeiden kannst, spiel nicht in der Mittagshitze. Die Sonne steht zwischen elf und 16 Uhr am höchsten – die UV-Belastung ist in dieser Zeit extrem. 

Frühmorgens oder später am Nachmittag ist es nicht nur angenehmer, sondern oft auch ruhiger auf dem Platz. Und: Dein Spiel wird strukturierter, wenn du nicht auch noch gegen die Hitze ankämpfen musst. Auch das wirkt sich auf die Scorekarte aus.

Profi-Hacks für heiße Runden

Ein feuchtes Handtuch im Bag, zwischendurch um den Nacken gelegt, wirkt Wunder. Auch ein kleines Sprayfläschchen mit Wasser (gerne mit einem Spritzer Minzöl) bringt schnelle Frische ins Gesicht. Viele Pros schwören auf gekühlte Handtücher in Zip-Beuteln oder spezielle Kühlkappen mit Gel. Und wer mit Cart unterwegs ist: Leg dir eine kleine Kühlbox mit Getränken oder Eiswürfeln ins Fahrzeug. 

Cool bleiben – in jeder Hinsicht

Golf ist ein Outdoorsport. Sonne gehört dazu. Aber bei aller Leidenschaft: Deine Gesundheit geht vor. Wer sich gut vorbereitet, auf seinen Körper hört und ein paar einfache Regeln beachtet, kann auch bei hohen Temperaturen eine starke Runde spielen. Denk dran: Das nächste Birdie kommt nur mit klarem Kopf und kühlem Blut. Also: trinken, schützen, durchatmen – und dann ab aufs nächste Tee.

Medianachweis: © Joe auf Pixabay, © Gavin Lloyd auf Pixabay

Total
0
Shares
0 Share
0 Tweet
0 Share
0 Share
0 Share
0 Share
0 Share
0 Share
Prev
Das Erbe des Kaisers lebt weiter

Das Erbe des Kaisers lebt weiter

Bastian-Schweinsteiger-Cup 2025: Emotion, Eleganz und Hilfsbereitschaft in Bad

Next
scheffler holt sich die open

scheffler holt sich die open

Die Nummer eins der Welt spielt die Konkurrenz im nordirischen Portrush in Grund

Das könnte dich auch interessieren
Total
0
Share